Bei der Blutdruckmessung kommt immer wieder der Begriff »Korotkoff-« beziehungsweise »Korotkow-Geräusch« ins Spiel. Dabei handelt es sich um Töne, die bei der Messung im Stethoskop zu hören sind. Das Aufpumpen der Blutdruckmanschette beim Auskultieren drückt die Arterie ab. Beim langsamen Ablassen des Drucks in der Manschette sind diese pulssynchronen Geräusche zu hören, die nach dem russischen Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow benannt sind. Es handelt sich bei ihnen um Verwirbelungsgeräusche während einer turbulenten Blutströmung, die nur bei einer teilweisen Kompression der Arterie zu hören sind. Wenn sie auftreten, kann in der Systole des Herzens wieder Blut durch das Gefäß fließen, in der Diastole jedoch noch nicht. Beim Verschwinden während des weiteren Ablassens des Drucks herrscht ist das Gefäß nicht mehr komprimiert; das Blut strömt dann verwirbelungsfrei und damit geräuschlos durch das Gefäß. Der Druck, bei dem die Geräusche auftreten, entspricht also dem systolischen (oberen) Blutdruckwert, derjenige beim Verschwinden dem diastolischen (unteren) Wert.