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Hermetisch geschlossen: Dicht dank drahtloser Ladetechnik

Viele tragbare Kleincomputer wie Hörgeräte haben ein Problem: Der Anschluss zum Aufladen des Akkus verhindert eine hermetisch geschlossene Gehäusekonstruktion. Dringt Wasser oder Staub ein, ist die Elektronik in Gefahr.

Renesas Bildquelle: © Renesas

Gefragt ist daher eine drahtlose Ladetechnik, die Batteriewechsel oder den Anschluss eines Stromkabels überflüssig macht. Erste Systeme, die auf induktiver Energieübertragung basieren, sind für Mobilgeräte bereits verfügbar. Statt ein lästiges Kabel anzustöpseln, reicht es, das Gerät in die Ladeschale zu legen. Das ist sehr bequem. Kein Wunder, dass selbst Ikea mittlerweile zum Qi-Standard kompatible Produkte führt. Ein weiterer Vorteil dieser Ladetechnik: Da keine Ladebuchse verbaut werden muss, können die Gehäuse der Endgeräte hermetisch geschlossen sein.

Doch was für Smartphones klappt, bereitet extrem kompakten Low-Power-Anwendungen wie Hörgeräten Probleme, die mit winzigen Lithium-Ionen-Sekundärbatterien (Li-Ion) bestückt sind: Sie sind schlicht zu klein, um darin die für den Qi-Standard erforderlichen Antennen unterzubringen. Schwierig ist auch das Ableiten der Verlustwärme, die durch die verhältnismäßig hohen Ladeströme entsteht.

Nun hat Prozessor- und Embedded-Spezialist Renesas eine kontakt- und drahtlose Lademöglichkeit für wasser- und staubdichte Low-Power Anwendungen vorgestellt. Sie besteht aus einer integrierten Power-Receiver-IC-Schaltung (RAA457100) sowie einem Power-Transmitter-IC (RAA458100). Jedes IC enthält auf einem einzigen Chip alle benötigten Funktionen für drahtlose Ladevorgänge. Mit einem passenden Evaluations-Kit unterstützt Renesas zudem Hersteller beim Entwickeln eigener drahtloser Ladedesigns.