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Gehäuse für die Medizintechnik: Magnet-Zellstimulation in-the-box

Auch alternative Heilmethoden nutzen oft moderne Medizinelektronik. Die steckt in Gehäusen, die viele Anforderungen erfüllen müssen – zum Beispiel an die EMV, Patientensicherheit und den IP-Schutzgrad.

Embedded Systeme /  Bopla Bildquelle: © Bilder: Bopla Gehäuse Systeme

Die magnetische Zellstimulation ist eine alternative Heilmethode, die Fehlfunktionen auf Zellebene beheben will. Ihr Ziel ist es zum Beispiel, Stoffwechselprozesse zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Das Verfahren wird auch als dynamische Zellstimulation bezeichnet. Es basiert auf der Stimulation von Zellen durch ein extrem schwaches, mit unterschiedlichen Frequenzen pulsierendes Magnetfeld, dem der Körper nichtinvasiv mithilfe externer Elektroden ausgesetzt wird.

Entsprechende Geräte sind von verschiedenen Herstellern erhältlich, etwa von Z Violyne. Viele Produkte zielen ab auf den Endkunden oder zum Beispiel in Heilpraxen. Daher müssen die Geräte kompakt sein und sich auch von medizinischen Laien zuverlässig bedienen lassen. Hier bietet sich die Steuerung mithilfe eines Touch-Displays an, über das der Patient oder Therapeut zum Bespiel die Stärke des Magnetfeldes, den Energiefluss sowie die Dauer der Behandlung einstellen kann.

Ein Zellstimulationsgerät in Konsolenform hat Microtec inklusive Elektronik und Steuerungssoftware für Z Violyne entwickelt und auch die Fertigung übernommen. Microtec ist spezialisiert auf die Entwicklung eingebetteter elektronischer und mechatronischer Systeme, Test-Engineering-Dienstleistungen, industrielle Verkabelungen, kleine und mittlere Serien sowie betriebliche Wartung.

Ergonomische Handhabung wichtig

Für diesen Auftrag hat Microtec ein flexibel konfigurierbares Konsolengehäuse gesucht – und beim deutschen Gehäusespezialisten Bopla gefunden. Die Stellfläche des gewählten Bocard-Gehäuses ist kleiner als eine DIN-A4-Seite und nur knapp 6 cm hoch. Das farbige Touch-Display des Z Violyne liegt hinter einer durchgängigen Frontfolie – so erreicht das Gehäuse Schutzgrad IP65 (Bild). Da auch ein mobiler Einsatz vorgesehen war, entschied sich Microtec für ein flaches, standfestes Unterteil.

Das modulare, in fünf Grundgrößen, zwei Höhen und mit sechs verschiedenen Fronten erhältliche Bocard-Gehäusesystem lässt sich an unterschiedliche Applikationen anpassen. Dazu trägt der optionale, flexibel positionierbare und abtrennbare Klemmenraum ebenso bei wie das umfangreiche Zubehör.

Für eine ergonomische Handhabung lassen sich rückseitig am Unterteil zusätzliche Griffelemente befestigen. Sie verdecken gleichzeitig die Montageöffnungen. Neben den Griffen gehören Aufstellbügel zum Bocard-Standardzubehör, wobei Microtec für die Z-Violyne-Applikation höhere Sonderstellbügel gewählt hat. Diese lassen das Gerät etwas steiler stehen, sodass liegende Patienten einen bessern Blick auf den Bildschirm haben.