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Workstation für bildgebende Verfahren: Leistungsstarkes Board für die medizinische Bildanalyse

Bildgebende Verfahren spielen bei der Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen seit der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 eine wachsende Rolle. Mit der ersten Computertomographie eines Menschen 1971 gewann auch die Computertechnik schnell Bedeutung beim Erstellen und Analysieren der Bilder.

Workstation-Mainboard »D3598-B« Bildquelle: © Rutronik

Workstation-Mainboard »D3598-B« (Ausschnitt)

Unter dem Aspekt der mangelnden Abdeckung mit niedergelassenen Ärzten in ländlichen Gebieten sowie dem immensen Nachholbedarf in Schwellenländern und Ländern der Dritten Welt hilft der technologische Fortschritt und die Digitalisierung, die Gesamtsituation zu verbessern. Erste Studien und Projekte zu »Medipods«, in denen Patienten über das Internet mit Ärzten Kontakt aufnehmen und vor Ort untersucht werden können, gibt es bereits. Auch hier werden in der Zukunft möglicherweise kombinierte bildgebende Verfahren die aggregierten Daten zu aussagekräftigen 3D-Bildern zusammenführen und es somit dem Arzt erlauben, eine präzisere und schnellere Dia­gnose zu stellen.

Bis zum »Medizinischen Tricorder« aus Star Trek wird es sicher noch eine Weile dauern. Betrachtet man jedoch die Möglichkeiten, die einem heute bereits die Kombination eines Smartphones mit der Sensorik von Fitness-Trackern eröffnen, kann man erahnen, was zukünftige Systeme in einigen Jahren bieten könnten.

Bei der digitalen Verarbeitung von bildgebenden medizinischen Verfahren ist in erster Linie die pixelgenauen Authentizität und die steigende Auflösung der Bilder gefragt sowie die Kombination verschiedener Aufnahmen aus unterschiedlichen Verfahren zu hochaufgelösten 3D-Bildern inklusive Farbgebung.

Auch bei der Verfeinerung der Algo­rithmen geht mit steigender Auflösung ein wachsender Bedarf an Rechenleistung einher. Gerade hier werden die Möglichkeiten von in der Cloud angebundenen AI-Clustern beim stationären Einsatz Vorteile bringen; sie stellen die System- und Software-Entwickler auch vor neue Herausforderungen in Bezug auf den Schutz der Patientendaten. Somit wird auch weiterhin ein großer Anteil der Berechnungen lokal am Analyse- oder Auswertungsgerät erfolgen müssen. Hierfür werden schon seit geraumer Zeit Workstations auf Basis professioneller Prozessoren und Grafikkarten genutzt.