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Touch-Displays für die Medizintechnik: Bildschirme für den Klinik-Anspruch

TFT-Displays für Diagnose- und Überwachungssysteme in der Medizin müssen hohe Kriterien in puncto Auflösung und Kontrast, aber auch Robustheit, Qualität und langer Lieferbarkeit erfüllen.

MSC Technologies Bildquelle: © Bilder: MSC Technologies

Die medizinischen Anwendungen sind äußerst vielfältig: von Ultraschall-, Röntgen-, Endoskopie- und Computertomografiesystemen bis zu Geräten zur Patientenüberwachung, Tablet Computer für medizinisches Personal und Multimedia-Anzeigen im Krankenhausumfeld. Da Menschenleben vom medizinischen Gerät oder von der richtigen Diagnose, die der Arzt aufgrund der Anzeige auf dem Display trifft, abhängen können, sind hier besondere Anforderungen zu erfüllen. Die Auswahl der passenden Displays ist eine Herausforderung, bei der Experten behilflich sein können. Komplett konfigurierte Anzeigesysteme mit auf die Anwendung abgestimmten Komponenten können die Geräteentwicklung vereinfachen und die Time-to-Market des Medizinprodukts verkürzen.

Die Anforderungen sind vielfältig

Obwohl die Anwendungen in der Medizintechnik vielfältig sind, stehen hohe Qualität und lange Lebensdauer an erster Stelle der Anforderugen. Weitere wichtige Kriterien sind die lange Verfügbarkeit aller Komponenten und eine an die Innovationszyklen dieser Branche angepasste Liefersicherheit. Jede Veränderung an einem Gerät erfordert eine Freigabe bzw. Zertifizierung, die aufwändig und langwierig sein kann. Vielfach sind Displays komplett in Operationssäle integriert und müssen deshalb in hygienischen Gehäusen geschützt eingebaut werden. Das erfordert geignete Display-Fronten, damit die Systeme leicht zu säubern und zudem resistent gegen aggressive Stoffe wie spezielle Reinigungsmittel sind.
Bei der Nutzung bildgebender Verfahren für die Diagnostik spielen hohe Auflösung, guter Kontrast und naturgetreue Farbwiedergabe eine große Rolle. Großformatige Displays in 4K-Auflösung bieten dem medizinischen Fachpersonal die Möglichkeit, medizinische Aufnahmen in großem Format und in guter Bildqualität sowie mit den erforderlichen Farb- oder Graustufen anzuzeigen. So lassen sich Bilder von zu behandelnden Körperteilen eines Patienten in Originalgröße darstellen oder detailreich vergrößern. Die Bildschirme eignen sich auch mit großen Formaten von z. B. 180 cm zur Betrachtung und Besprechung von mehreren nebeneinander angeordneten Bildern und Aufnahmen. Darüber hinaus kommen großformatige Monitore als Digital-Signage-Lösungen zum Einsatz, um Patienten und Besuchern relevante Informationen rund um das Krankenhaus zur Verfügung zu stellten.
In allen – oftmals mobilen – Anwendungen muss eine gute Ablesbarkeit der Displays gewährleistet sein. Trifft das Licht der Sonne oder von OP-Leuchten auf die Sichtfläche eines Displays, lohnen sich spezielle Antireflexions-Coatings und ein leistungsstarkes Backlight.
Die Bedienung zahlreicher medizinischer Geräte soll – wie aus dem Consumer-Bereich gewohnt – über Touchscreens mit Projected Capacitive Touch (PCT oder PCap) erfolgen. Bei der PCT-Technologie befindet sich vor dem Display eine Glasplatte. Die leitfähige Indiumzinnoxid-Schicht (ITO) ist hinter dem Frontglas (Cover Lens) angebracht und projiziert das kapazitive Feld vor die Glasscheibe. Die Glasoberfläche erhöht die Lebensdauer des Displays deutlich, da selbst durch Kratzer in der Oberfläche die Funktion nicht eingeschränkt wird. Solche Glasfronten können mit AR- oder auch Antifingerabdruck-Beschichtung geliefert werden.
PCT-Touchscreens sind unempfindlich gegen Schmutz, Hitze, Kälte und Feuchtigkeit. Je nach Einstellung des Touch Controllers ist auch die präzise und feinfühlige Bedienung mit Handschuhen möglich, eine Eigenschaft, die gerade in Kliniken und Arztpraxen häufig gefordert wird.