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OS-Standardisierung: Wechsel auf Thin Clients

Als Jens Grootoonk 2011 die Stelle des IT- und Controlling-Leiters, fand er eine Mixtur unterschiedlichster PCs vor, die bis zu 10 Jahre alt waren und aufwendig zu warten waren. Die erforderliche Maßnahme war offensichtlich: mittels Desktop-Virtualisierung ein Workspace-Management aufbauen.

Thin Client Arbeitsplatz Bildquelle: © Igel/Woltersdorf

Das Evangelische Krankenhaus Gottesfriede, Fachklinik für Innere Medizin / Geriatrie (Altersmedizin) ist zugleich Einrichtung der medizinischen Grundversorgung und Zentrum der spezialisierten Behandlung für geriatrische Patienten.

Der IT-Leiter des Krankenhauses entschied, mittels Desktop-Virtualisierung ein Workspace-Management aufzubauen. Als erste Soforthilfe ersetzte der erfahrene Administrator die zehn leistungsschwächsten PCs durch gebrauchte Thin Clients von Igel, mit denen er in seiner vorherigen Stellung gute Erfahrungen hinsichtlich Stabilität, Sicherheit und Fernadministrierbarkeit gemacht hatte. Die zugehörigen Workspaces stellte er vorläufig als virtuelle PCs auf Citrix XenServer bereit und verband sie zunächst mittels RDP mit den Thin Clients.

Workspaces schrittweise virtualisiert

Um das Workspace-Management zu vereinfachen, visualisierte das Krankenhaus nach und nach 80 weitere PCs mithilfe von Citrix XenDesktop. Alle Endpoints verwiesen auf ein gemeinsames Golden Image mit allen Applikationen, die für die Nutzer entsprechend ihrer User-Rechte freigegeben wurden. So entstand erstmals eine größtenteils einheitliche Anwendungslandschaft. Der nächste Standardisierungsschritt zielte auf ein effizientes Endpoint-Management.

95 Prozent Thin Client-Anteil

Für das neue Endpoint-Management ersetzte das Krankenhaus sukzessive 80 PCs durch langlebige und konsequent fernverwaltbare Thin Clients vom Typ Igel UD3 LX. Einschließlich neu geschaffener Workspaces und peripherer Standorte wurden bis Mitte 2017 insgesamt 130 Igel Clients in Betrieb genommen, was einem Thin Client-Anteil von etwa 95 Prozent entspricht.

Die geplante Einführung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung mit der Smartcard-Lösung von Evidian macht das das An- und Abmelden schneller und sicherer. Zum Schutz der Patientendaten sind die Igel Clients ferner so eingerichtet, dass Patientendaten nicht extern gespeichert werden können. USB-Ports sind bis auf wenige Ausnahmen gesperrt. Ergänzend evaluiert das Krankenhaus die Endpoint-Security-Lösung DriveLock, um das USB-Management zu verfeinern, so dass sich etwa auf einem Laptop nur PowerPoint-Präsentationen von einem ganz bestimmten vom USB-Stick öffnen lassen.