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Ende Solo-Teil Expedition ADAPTATION: Anpassungsfähigkeit des Menschen mit Daten erforschen

Christian Clot hat den Solo-Teil seiner wissenschaftlichen Expedition ADAPTATION abgeschlossen. Bei dem Projekt geht es darum, die Anpassungsfähigkeit des Menschen, insbesondere bezüglich seiner Hirn- und Körperleistung, zu erforschen.

ADAPTION an extreme Klimaverhältnisse Bildquelle: © CSEM/ADAPTION/ZEPPELIN

Die Anpassungsfähigkeit des Menschen in extremen Klimazonen wird mit Hilfe von Überwachungssystem erforscht.

Von der Dürre der iranischen Wüste bis hin zur erdrückenden Luftfeuchtigkeit des Amazonas hat der Schweizer Forscher nacheinander vier der extremsten Klimazonen der Erde durchquert. Mit Hilfe eines vom CSEM entwickelten Überwachungssystems wurden die Vitalparameter des Forschers während der gesamten Expedition protokolliert und wertvolle Daten für das Pionierprojekt zusammentragen.

Wie schafft es der Mensch, sich einem immer wechselhafteren und anspruchsvolleren Klima anzupassen? Dieser spannenden Frage gingen Christian Clot und seine Partner aus Wissenschaft und Technologie im Rahmen des Projektes ADAPTATION nach. Um darauf Antworten zu erhalten begab sich der Schweizer Forscher zwischen 2016 und 2017 auf eine Solo Tour durch vier Gegenden, die für ihre extremen Klimaverhältnisse bekannt sind: die iranische Wüste Dasht-e Lut, die Wasserstraßen von Patagonien, der Amazonas-Dschungel und Ostsibirien. Diese körperliche und geistige Meisterleistung stellt eine Weltpremiere dar.

Technik zur Erfassung von Vitalparametern

Ziel des Vorhabens: vor Ort möglichst viele Daten sammeln, um die kognitiven und physiologischen Funktionen des Menschen unter abrupten Veränderungen oder in Krisensituationen zu verstehen. Vom Partner CSEM hat Christian Clot Unterstützung in Form von Fachwissen und Monitoring-Systemen erhalten, um seine Vitalparameter zu messen und zu erfassen. Diese Angaben werden zurzeit von den wissenschaftlichen Partnern des Projektes ausgewertet.

Von der Wüste zum Operationsaal

Die Monitoring-Lösungen wurden ursprünglich für Weltraumeinsätze entwickelt und getestet und haben den harschen Bedingungen denen Christian Clot ausgesetzt war standgehalten. Auf der Erde bieten diese Techniken und ihre Weiterentwicklungen ein Potential für medizinische Applikationen. Die medizinische Überwachung mit den miniaturisierten und kabellosen Systemen kann falls nötig auch kontinuierlich stattfinden. Parameter wie das Elektrokardiogramm, der Blutdruck oder die Sauerstoffsättigung des Bluts können an Handgelenk, Brust oder Fingerspitze gemessen werden.

Nach dem Solo-Teil folgt nun die Kollektivphase der Expedition

Das ADAPTATION Projekt geht jetzt in seine zweite Phase. Christian Clot wird nochmals die gleichen Gegenden bereisen, diesmal in Begleitung von 20 Personen, um die Wechselwirkungen zwischen den Teilnehmenden und Führungsmechanismen unter extremen Bedingungen in die Studie einzubeziehen.