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Bildverarbeitungssoftware: Rasterlose Thorax-Bettaufnahmen mit hohem Kontrast

Agfa HealthCare hat seine Bildverarbeitungssoftware Musica weiterentwickelt: In der dritten Generation reduziert die Software die Streuung im Röntgenbild und verbessert so den Bildkontrast auch bei rasterlosen Thorax-Aufnahmen.

Agfa HealthCare hat Thorax-Bettaufnahmen ohne Raster nach Bildverarbeitung mit Musica3 Chest+ und Musica2 GenRad verglichen. Bildquelle: © Agfa HealtCare

Agfa HealthCare hat Thorax-Bettaufnahmen ohne Raster nach Bildverarbeitung mit Musica3 Chest+ und Musica2 GenRad verglichen.

Streustrahlenraster können dabei helfen, Brustkorb-Aufnahmen im Bett in hoher Qualität zu erzeugen, weil sie den Anteil der beim Bildempfänger ankommenden Streustrahlung reduzieren. In der Praxis bringt der Einsatz von Strahlenraster aber Herausforderungen mit sich. So müssen Anwender die Raster korrekt ausrichten und positionieren, die Raster können Alias-Artefakte im Bild verursachen oder beschädigt werden. Zudem erfordern Aufnahmen mit Raster eine hohe Strahlendosis und lange Belichtungszeiten.

Die Bildverarbeitungssoftware Musica von Agfa HealthCare optimiert in ihrer dritten Generation den Detailkontrast, unabhängig davon, ob ein Raster eingesetzt wird oder nicht. Dabei bestimmt die Software den Streustrahlenanteil und wendet eine Multifrequenz-Subtraktion an, um den Einfluss der Streuung im Röntgenbild zu reduzieren. So verbessert sich der Detailkontrast, vergleichbar zu einer Aufnahme mit einem Raster. Musica3 basiert auf der fraktionierten Multiskalen-Prozessierung (FMP), die die Bildkomponenten in ihre elementaren Anteile zerlegt, bevor sie weiter verarbeitet werden. Dadurch lassen sich Kontrastübergänge und Details in Röntgenbildern leicht erkennen - auch bei rasterlosen Thorax-Bettaufnahmen. Zudem ist es wie in den Vorgängerversionen nicht nötig, die Bildverarbeitungsparameter für jede Untersuchung neu anzupassen. Die Erweiterung für die Thorax-Bildgebung in Musica3 trägt den Produktnamen Musica3 Chest+, ein virtuelles Streustrahlenraster für Bettaufnahmen.

Um zu ermitteln, inwieweit die Bildprozessierung den Detailkontrast von rasterlosen Brustkorb-Aufnahmen verbessern kann, hat Agfa HealthCare eine Studie durchgeführt und dabei die Standard-Bildverarbeitung Musica2 Genrad und die Version Musica3 mit FMP und Chest eingesetzt. Die an der Studie teilnehmenden Radiologen haben einen verbesserten Kontrast für die Aufnahmen von dünnen bis adipösen Patienten gegenüber Musica2 festgestellt, wenn Musica3 mit geringer und moderater Kontrastverstärkung eingesetzt wurde. Berücksichtigt man nur die normalgewichtigen und adipösen Patienten, die mit geringer Kontrastverstärkung untersucht wurden, haben die Radiologen 81 % der Aufnahmen besser beurteilt als mit Musica2. Bei moderater Kontrastverstärkung waren es 77 %. Die Teilnehmer haben die Verbesserungen vor allem bei Aufnahmen erkannt, die sowohl mit einer höheren Aufnahmespannung (kV) als auch einer geringeren Dosis erzeugt wurden.