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Wissenschaft: Hilfen für das kranke Herz

Berlin (dpa) - Bei gesunden Erwachsenen schlägt das Herz im mittleren Alter rund 100 Mal pro Minute. Dabei fließen fünf bis sechs Liter Blut durch den Körper, um alle Organe mit Sauerstoff und Nähstoffen zu versorgen.

Pixabay Bildquelle: © Pixabay

Ein schwer krankes Herz schafft nur noch zwei Liter pro Minute. Das führt zu großer Luftnot und langfristig zu einer unumkehrbaren Schädigung der Organe. Um das zu verhindern, gibt es Hilfen. Eine Auswahl:

HERZSCHRITTMACHER: Er ist wie die Zündung beim Auto. Elektrische Impulse des eingepflanzten Geräts regen das Herz zum regelmäßigen Pumpen an.

STENT: Die Gefäßstütze aus einem Metallgeflecht hält ein verengtes oder verschlossenes Herzkranzgefäß wieder offen.

BYPASS: Stark verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße werden durch eine Umleitung überbrückt, um die ausreichende Blutversorgung des Herzmuskels wiederherzustellen.

UNTERSTÜTZUNGSPUMPE: Der künstliche Rotor übernimmt die Aufgabe einer stark geschwächten Herzkammer, in der Regel der linken. Die Pumpe kann pro Minute bis zu zehn Liter Blut durch den Körper schicken.

TOTALES KUNSTHERZ: Beim Einpflanzen wird das eigene Herz entfernt. In Deutschland passiert das selten, zum Beispiel, wenn ein Tumor darin wuchert. Ein Nachteil ist, dass die bisher zugelassenen Konstruktionen mit Druckluft arbeiten und Patienten einen ständig ratternden Kompressor mit sich herumtragen müssen.

TRANSPLANTATION: Durch den Mangel an Spenderorganen werden die Wartezeiten auf ein Herz in Deutschland immer länger. Es besteht auch die Gefahr einer Abstoßung des fremden Organs. Spenderorgane halten nicht «ewig». Junge Menschen müssen manchmal mehrmals transplantiert werden, vor allem, wenn das gespendete Herz von einem älteren Menschen stammt.