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Frankfurt statt New York: Siemens plant Börsengang in Deutschland

Siemens will seine Medizintechnik-Sparte in Frankfurt an die Börse bringen. Damit sind die »Healthineers« ein Kandidat für den Dax. Es könnte der größte Börsengang in Deutschland seit 20 Jahren werden.

Siemens-Vorstand Michael Sen Bildquelle: © Siemens

Siemens-Vorstand Michael Sen

New York oder Frankfurt, Amerika oder Deutschland? Die Entscheidung fiel am Mittwoch: Die Siemens Healthineers sollen in Frankfurt an die Börse gehen und nicht in New York. »An der Wall Street wäre die Mitbestimmung auf Unternehmensebene gekippt worden«, erklärt Aufsichtsratsmitglied Reinhard Hahn.

Damit ist der erste Schritt für einen der größten Börsengänge in Deutschland getan: Analysten schätzen den Wert der Siemens-Medizintechnik auf rund 40 Milliarden Euro und sehen gute Chancen für eine Aufnahme in den Dax. Die Sparte erwirtschaftet mit weltweit 47.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro, den größten Teil davon in den USA.

Für die Börsennotierung wird die Siemens Healthineers AG gegründet. »Die Vorbereitungen liegen voll im Plan, Strategie und Management stehen«, sagt Siemens Finanzvorstand Ralf P. Thomas. Die Medizintechnik soll im ersten Halbjahr 2018 an die Börse gehen. Siemens will dabei eine Minderheitsbeteiligung platzieren.

Der Elektrokonzern sieht in dem umsatzstarken und profitablen Geschäft mit Computertomographen und anderer Medizintechnik wenig Synergien mit dem industriellen Kerngeschäft. Mit dem Börsengang bekomme die Sparte unternehmerische Flexibilität und Zugang zum Kapitalmarkt, um profitabel zu wachsen, sagt Michael Sen, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers.