Sie sind hier: HomeRubrikenSonstige

News, Produkte, Fachartikel zu Stromversorgungen, Batterien, Akkus, AC/DC-Wandler, DC/DC-Wandler, Energy Harvesting, Power Management, Wireless Power

Nachbericht Ispo 2018: Trainieren für den Medizineinsatz

Verbraucher erwarten von Wearables ausdauernde, zuverlässige und kompakte Geräte. Das gilt in der Medizin genauso wie im Fitness- und Sportbereich. Zweiter hat sich dabei zum Trendbarometer entwickelt, das zeigt, was Wearables leisten können und was ihre Schwachstellen sind.

Fitness-Bloggerin Anne Kissner Bildquelle: © Weka/M. Ehrhardt

Fitness-Bloggerin Anne Kissner

»In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist«, lautet ein bekanntes Sprichwort. Anne Kissner könnte sich das durchaus auf ihre Trainingsklamotten nähen und es als Merchandising an ihre 377.100 Follower verkaufen. Denn die 29-jährige Fitness-Bloggerin aus Endingen hat nicht nur Muskeln, sondern auch Köpfchen. Hauptberuflich arbeitet sie als Rechtsanwältin. Ihr Blog – ein Gemeinschaftsprojekt mit ihrem Mann Daniel Henninger – ist bisher mehr Hobby als Vollzeitjob, aber ein sehr erfolgreiches.  Daher war Kissner auch das prominente Aushängeschild von Samsung auf der Ispo 2018 (28. bis 31. Januar) in München.

Die Fitness- und Sportmesse zeigt: Selbst Hobbysportler wollen auf Technik nicht mehr verzichten. Dabei gehören Kalorienrechner, Pulsmesser und GPS längst zum Standardprogramm von Wearables, erklärt Philipp Schlegel, Produktmanager Wearables bei Samsung. Neben der Technik ist für den Verbraucher auch das Design wichtig. Viele Verbraucher würden sich Fitness-Wearables wünschen, die sie auch im Alltag tragen können, ohne dass diese sonderlich auffallen, so Schlegel weiter. Diesem Kundenwunsch ist Samsung mit der »Gear S3« und der »Gear Sport« nachgekommen.

Probleme bei der Ausdauer

Der Markt für Wearables entwickelt sich rasant, auch in der Medizin. Laut Experten werden bereits 2022 etwa 94 Millionen medizinische Wearables im Umlauf sein. Die Weichen dafür werden unter anderem im Fitness- und Sport-Bereich gelegt. Denn wer bis zu 399 Euro für ein Gerät ausgibt, erwartet nicht nur Design, sondern auch Leistung. Und genau hier schwächeln viele Anwendungen.

Eines der größten Probleme ist vor allem die Akkulaufzeit. Samsung scheint das in den Griff bekommen zu haben. Einmal aufgeladen könnten Verbraucher laut Schlegel die Uhr bis zu vier Tage lang tragen. Dafür hat das Unternehmen zum einen auf eine größere Batterie (bis zu 340 mAh/Gear Sport) gesetzt und zum anderen an wichtigen Stromfressern wie dem Display gefeilt. Auch Kissner bestätigt die lange Akkulaufzeit. Trotz Dauereinsatz – sowohl im Alltag als auch im Sport  – reiche der Akku ihres Modells bis zu zwei Tagen.

Unsichtbar und wasserfest

Nicht nur bei der Ausdauer hat Samsung einen Schritt nach vorne gemacht. Die vorgestellten Fitnessarmbänder und Sportuhren des Unternehmens sind auch wasserfest. Beim »Gear Fit 2 Pro« macht das unter anderem der Drucksensor LPS33HW von STMicroelectronics möglich. Dieser ist gegenüber Salzwasser, Chlor sowie Brom resistent und verträgt auch Seifen und Detergenzien, wie sie beim Duschen oder Reinigen verwendet werden.

Ein weiterer Trend sind intelligente Kleidungsstücke, die Herz- und Schrittfrequenz, Geschwindigkeit, Distanz sowie Position messen – zum Beispiel das Laufshirt  »iinMotion« von Teiimo. Das Unternehmen hat seine flexiblen Sensoren so in das Textil integriert, dass Sportler davon nichts spüren. Das T-Shirt sowie das passende Bustier für Frauen sind bei 30 °C waschbar.