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Enttäuschende Ergebnisentwicklung: Leoni verschärft Maßnahmen zur Stabilisierung

Probleme mit dem neuen Werk in Mexiko, hohe Verluste, schlechte Zahlen: Bei Leoni läuft es nicht rund. Der Zulieferer setzt die Dividende aus und muss die Ziele reduzieren.

Kabel-Hersteller Leoni hat seine bereits reduzierten Gewinnerwartungen verfehlt. Bildquelle: © Leoni

Kabel-Hersteller Leoni hat seine bereits reduzierten Gewinnerwartungen verfehlt.

Bisher war der Kabelhersteller für das Geschäftsjahr 2018 von einem Umsatz von rund 5,0 Mrd. Euro, einem EBIT von etwa 196 Mio. Euro, einem negativen Free Cashflow von bis zu 150 Mio. Euro und einer Investitionsquote (ohne Investitionen in die Fabrik der Zukunft) von 5 Prozent ausgegangen. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 weist das Unternehmen eine stabile Eigenkapitalquote von 31 Prozent (2017: 33 Prozent) auf. Die Verschuldungsquote (Net Debt zu EBITDA) liegt bei 2,0 (2017: 1,1).

Aufgrund der Entwicklungen im Geschäftsjahr 2018 und des aktuellen Marktumfelds geht der Vorstand für 2019 von einem Umsatz von rund 5,2 Mrd. Euro aus. Basierend auf anhaltend höheren Belastungen im Wesentlichen aus dem Projektanlauf in Mexiko, wird vor Effekten aus dem Performance- und Strategie-Programm Value21 ein EBIT zwischen 100 Mio. Euro und 130 Mio. Euro und ein Free Cashflow (inkl. positive IFRS 16 Effekte) auf dem Niveau von 2018 erwartet. Ausgehend von diesen Erwartungen für 2019 wird das Unternehmen seine bisherigen Mittelfrist-Ziele für 2020 nicht erreichen.

»Leoni hat ein enormes Potenzial, aber wir müssen jetzt handeln, um unsere Zukunft zu sichern,« sagt  Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG. In den nächsten Monaten werde man sich darauf konzentrieren, das Unternehmen zu stabilisieren. Hier steht Mexiko klar im Fokus – »als erste Maßnahme haben wir ein dediziertes Expertenteam vor Ort eingesetzt«, so Kamper.

Unter Berücksichtigung der Cashflow-Situation und der Verschuldungsquote beabsichtigen der Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung von der bisherigen Dividendenpolitik. Es ist geplant, der Hauptversammlung 2019 die Aussetzung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018 vorzuschlagen. (me)

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