Sie sind hier: HomeRubrikenElektronikfertigung

News, Produkte, Fachartikel zum Thema Halbleiter: Mikrocontroller, Analoge ICs, programmierbare Logik, Leistungselektronik, Speicher

Ultrakurzpuls-Laserabtragen: Hail-Tec startet ersten Service

Als erstes Unternehmen in Deutschland bietet Hail-Tec Ultrakurzpuls-Laserabtragen (UKP-Laserabtragen) an. Bei dieser Variante der Materialbearbeitung werden Laserimpulse in Femtosekunden-Bereich genutzt, um hochpräzise Werkstücke zu fertigen.

Die Werkstoffbearbeitung via UKP-Laserabtragen erfüllt selbst Ansprüche der Medizintechnik Bildquelle: © Hail-Tec

Die Werkstoffbearbeitung via UKP-Laserabtragen erfüllt selbst Ansprüche der Medizintechnik

Der Betrieb verfügt über eine Lasertec 50 Shape Femto von (DMG Mori), ausgestattet mit einem Ultrakurzpulslaser von Trumpf und ein Alicona-Messsystem. Damit gelingt die hochpräzise Bearbeitung von beispielsweise Hartmetall, Diamant, Keramik, Glas und Saphir. Ziel ist dabei die Fertigstellung einzelner Werkstücke innerhalb von zwei Arbeitstagen: Vom Eingang des Stempels und der Daten bis hin zum fertigen Werkstück inklusive Messbericht.

Mit seinem Angebot wendet sich HAIL-TEC an ein breites Spektrum an Unternehmen. Es reicht vom Werkzeugbauer, der einen Prägestempel „Made in Germany“ benötigt, bis hin zur Medizintechnik, wo korrosionsfreies Markieren gefragt ist. Kurzum: Sämtliche Hightech-Branchen, die auf hochpräzise Strukturierungen, Abtragungen und Texturierungen angewiesen sind, profitieren von diesem deutschlandweit einmaligen Service.

Beim Utrakurzpuls-Laserabtragen trifft ein Laserpuls auf ein Werkstück, dessen Elektronen die Energie absorbieren. Die Elektronen wiederum übertragen die Energie an die Atomrümpfe, was dazu führt, dass die Wärme extrem präzise lokalisiert wird. So sublimiert (verdampft) das Material in einer minimal kleinen Zone, noch bevor sich das umgebende Material überhaupt erwärmen könnte.

Da es keine Wärmeflusszonen gibt, wird das Werkstück nicht durch Hitze beeinträchtigt. Es entstehen auch keinerlei Kratzer, Spritzer, Verunreinigungen oder Grate. Eine Nacharbeit bzw. Abreinigung der abgetragenen Oberfläche wird auf ein Minimum reduziert. Dieser „kalte Abtrag“ ermöglicht Oberflächengüten bis zu Ra 0,1µm in den verschiedensten Werkstoffgruppen.

Laserbeschriftungen mit ultrakurzen Pulsen

Das UKP-Laser-Verfahren eignet sich zudem  für die Bearbeitung von keramischen Werkstoffen, zum Beispiel durch die Miniaturisierung in der Elektronik notwendigen Platinen oder das Einbringen von Keramiken als aktive Werkzeug-Elemente. 

Mit Pulsspitzenleistungen von mehr als 100 MW können selbst stark reflektierende Oberflächen markiert werden. Das UKP-Laserverfahren eignet sich selbst dazu verchromte Kunststoffe ohne Modifizierung der Polymerschicht zu markieren. Produkte der Medizintechnik – beispielsweise Implantate oder Operationsbesteck – können ebenso präzise und korrosionsbeständig tiefschwarz markiert werden, dem sogenannten »black-marking«. (me)