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Labordiagnostik bremst: Siemens Healthineers will mit Künstlicher Intelligenz wachsen

News | Das Krankenhaus der Zukunft wird digitaler, und der Gesundheitssektor wächst: Siemens Healthineers will die Entwicklungen für sich nutzen. Apparate und Systemlösungen sollen nachhaltiges Wachstum bringen.

Logos und Schriftzüge am neuen Hauptquartier des Medizintechnikkonzerns in Erlangen. Bildquelle: © Daniel Karmann/dpa

Logos und Schriftzüge am neuen Hauptquartier des Medizintechnikkonzerns in Erlangen.

Aktualisiert: 5. November 2019, 12:49 Uhr

Mit moderner Bildgebung, OP-Fernübertragungen und dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medizin will Siemens Healthineers nachhaltig wachsen. Mittelfristig will der Medizintechnikkonzern den Umsatz um fünf Prozent pro Jahr und das Ergebnis pro Aktie um zehn Prozent pro Jahr steigen, wie Konzernchef Bernd Montag am Montag in Erlangen ankündigte.

Die Krankenhäuser der Zukunft sollen digitaler und technisch ausgereifter werden. Es gehe darum, »immer mehr mit immer weniger zu leisten»« sagte Montag. Technische Lösungen, etwa um Eingriffe minimalinvasiv zu machen, Roboter einzusetzen oder auch aus der Ferne zu behandeln, sollen dabei helfen. So muss der Operateur dank neuer Technologien nicht mehr die ganze Zeit am Tisch stehen, sondern kann Katheter etwa zum Setzen von Stents, die Blutgefäße offen halten, über eine Art Regiepult führen.

Margenziel knapp verfehlt

Der Medizintechnikkonzern  hat seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (per 30. September) deutlich gesteigert, die eigenen Profitabilitätsziele aber leicht verfehlt. Grund dafür war das unter den Erwartungen gebliebene Ergebnis beim neuen Labordiagnostiksystem Atellica. So stieg die bereinigte operative Marge - der Anteil vom Gewinn am Umsatz - um 0,1 Prozentpunkte auf 17,3 Prozent, wie das Unternehmen am Montag in Erlangen mitteilte. Healthineers hatte zuvor die untere Hälfte der Spanne von 17,5 bis 18,5 Prozent in Aussicht gestellt. Netto stieg der Gewinn im Schlussquartal von 369 Millionen auf 502 Millionen Euro.

Das Unternehmen setzt dennoch große Hoffnungen in das System, das die lange Zeit schwächelnde Labordiagnostik wieder nach vorne bringen soll. Das geplante Ziel, eine bereinigte operative Marge im mittleren Zehner-Prozent-Bereich zu erreichen, wurde um zwei Jahre auf 2024 verschoben. »Wir schaffen es nicht in dem Zeitraum, den wir uns erhofft haben«, sagte Montag. (dpa/me)

Schlagworte: Unternehmenszahlen, Medizintechnik, Labordiagnostik

Genannte Firmen: Siemens Healthineers