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eMentalHealth: Fragebogen für die Psyche

Doch gerade im psychologischen und psychiatrischen Bereich steckt eHealth noch sehr in den Kinderschuhen, bzw. in Erprobungs- und Projektphasen. Dabei steckt hier viel Potenzial.

eHealth Bildquelle: © Telepsy

TelePsy bietet eine Plattform für eHealth im psychologischen Gesundheitswesen an.

Zunehmend sorgt der Einzug digitaler Abläufe dafür, dass Papierstapel nicht nur aus Büros und Produktionshallen, sondern allmählich auch aus den Arztpraxen verschwinden. Patientenakten, Termine, medizinische Geräte – vieles wird heute digital verwaltet, und das mit gutem Grund: Die hierdurch gewonnene Übersichtlichkeit, die schnelle zeit- und ortsunabhängige Verfügbarkeit der Dokumente und verringerte Papierbedarf sparen Zeit und Aufwand. Im Bereich Psychologie/Psychiatrie ermöglicht beispielsweise die E-Mental Health-Plattform von TelePsy diese Vorteile.

Der Umgang mit Fragebögen und Einwilligungen ist in deutschen Arztpraxen eine der Tätigkeiten, bei denen nach wie vor Stift und Papier anstelle von Computern zum Einsatz kommen. Warum dies noch immer so ist, bleibt vielen ein Rätsel: Alternativen sind verfügbar. So bieten E-Mental-Health-Plattformen unter anderem die Abnahme von Fragebögen und Einwilligungen an. Eine solche E-Mental-Health-Plattform ist TelePsy. Das Unternehmen hat eine gesicherte Internetanwendung im Angebot, über die bequem und in Sekundenschnelle Fragebögen und weitere Inhalte wie Psychoedukation für Patienten und deren Angehörige bereitgestellt werden können, die weit von der Praxis entfernt sind.

Jaime Essed, Geschäftsführer von TelePsy, erklärt, dass diese Form der Abnahme von Fragebögen in diversen Studien gezeigt hat, dass sie sowohl der Qualität der Diagnostik und Behandlung, als auch deren Effizienz und der Zufriedenheit von Arzt und Patient zu Gute kommt. »Beispielsweise müssen Patienten dank der Nutzung der Plattform keine lange Zeit mehr im Wartezimmer verbringen, um die Fragebögen auszufüllen, sondern können dies gemütlich am Abend vorher auf ihrer Couch erledigen.«

Es braucht sich auch kein Assistent mit der Auswertung zu beschäftigen: Sobald der Patient den Fragebogen ausgefüllt hat, bekommt der Arzt die Antworten und Ergebnisse in diversen Darstellungsformen auf seinen Computer, von wo aus die weitere Übertragung der Daten, beispielsweise ins Arztinformationssystem (AIS), per Mausklick geschieht. Das erspart das mühsame Eintippen der Antworten auf einem Papierbogen.

Das kann die Zufriedenheit und Effizienz von Ärzten, Assistenten und Patienten steigern. Fragebögen wie der Patient Health Questionnaire (PHQ) sind Standardverfahren zur Diagnose von psychischen Störungen in der Primärversorgung. Die TelePsy-Plattform bietet eine große Auswahl von Fragebögen zur diagnostischen Abklärung sowie für das »Routine Outcome Monitoring« (ROM) an. ROM gewinnt auch in Deutschland langsam an Bedeutung, denn es sorgt für einen Beleg des Therapieerfolgs und – vielleicht noch wichtiger – für ein frühzeitiges Erkennen eines Therapiemisserfolgs. Diese Art von Fragebögen misst meist die Alltagseinschränkung und Lebensqualität sowie diverse behandlungsrelevante Variablen. Durch das Ausfüllen solcher Fragebögen merken Patienten oft selbst, an welchen Bereichen sie noch arbeiten müssen und was wiederum bereits recht gut funktioniert.

Das sind Informationen, die nicht nur den Patienten, sondern auch den Ärzten oft fehlen. Ärzte wissen mit Hilfe dieser Fragebögen bereits vor einem Patientenkontakt, worauf sie sich diagnostisch und therapeutisch einzustellen haben und auf welche Bereiche sich die Behandlung konzentrieren muss. Dafür sind bei konventionellen Abläufen längere Gespräche nötig. Zusätzlich stärkt ROM die Selbstwirksamkeit der Patienten – sie empfinden, selbst mehr Kontrolle über ihre Probleme und Beschwerden zu haben.