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Bioreaktor auf Basis Santaro 7.0 BX: Das Auge forscht mit

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Hohe Flexibilität dank QT

Dirk Hebel lobt vor allem die Board-spezifischen Anpassungen seitens des Embedded-Partners. »Sie lieferten das Yocto bereits perfekt auf Board und Funktionen angepasst aus. Wir mussten nicht erst lernen, wie man bestimmte Funktionen erstellt und umstellt, sondern es gibt Tools, die das für uns erledigen.«

Das Qt-Framework ist für den Softwarepartner e-GITS die erste Wahl für grafische Benutzerschnittstellen (GUI). Qt gehört zu den Beteiligten des Yocto-Projekts und erleichtert Programmierern die Arbeit dadurch, dass seit Qt5 QML teilweise HTML-basiert programmiert werden kann. Mit der deklarativen Programmierung QML lassen sich die Oberflächen intuitiv beschreiben.

Beim Erstellen der GUI wurde für die Visualisierung »Qt Quick 2« eingesetzt, wodurch alle Anforderungen hinsichtlich des Designs und einer intuitiven und auf dem Touchscreen leicht zu bedienenden Software erreicht wurden. Bei der Software-Architektur haben die e-GITS-Programmierer eine Trennung des Frontends zum Backend realisiert, die spätere Erweiterungen sowohl in der GUI als auch im Backend sehr einfach ermöglichen.

Vernetzung im Labor und darüber hinaus

Eine maßgebliche Anforderung an die Software-Entwicklung für den Minifors 2 war die Unterstützung mehrerer Sprachen. Hierbei unterstützt Qt von Haus aus die Programmierer mit Multi-Linguale-Fähigkeiten, dank derer e-GITS den Wechsel der Sprache »on the fly« realisierte. So können die Anwender die Sprache am Gerät direkt ohne Neustart wechseln. Wenn eine Sprache in Qt noch nicht verfügbar sein sollte, können die technischen Betreuer des Minifors 2 sie mit Hilfe eines externen Werkzeugs über eine neue Sprachdatei hinzufügen, die dann einfach per USB-Stick auf das Gerät gebracht und dort initialisiert werden kann – ebenfalls ganz ohne Neustart.

Ebenfalls in Qt gelöst wurde die Vernetzung über die EVE-Plattform. Dazu implementierte e-GITS die Maschinenkommunikations-Schnittstelle OPC UA. Die Entwickler banden entsprechende Bibliotheken in das System ein und führten spezielle Schnittstellen über Qt nach außen. So funktioniert nun die Übergabe und Weiterleitung von Parametern, Ereignismeldungen und Funktionen geräteübergreifend.