Sie sind hier: HomeRubrikenEmbedded Systeme

News, Produkte, Fachartikel zur KFZ-Elektronik: Motorsteuerungen, Infotainment, Telematik, Fahrwerkselektronik.

Standard-Display oder Maßanfertigung: Die Anwendung bestimmt das Design

Die hohen Anforderungen an die Displays in der Medizin erfordern spezielle Lösungen. Standardgeräte aus der Industrie reichen hier nicht. Semsotec zeigt auf der embedded world 2018 ein neues Verfahren für die verbesserte Darstellung von Informationen und Bildern in der Medizintechnik.

Die Bedieinung mit Handschuhen erfordern spezielle Display-Techniken. Bildquelle: © zeremskimilan/fotolia

Die Bedieinung mit Handschuhen erfordern spezielle Display-Techniken.

Bildgebende Diagnostik, Steuerungen über Touches im Operationssaal oder Informationsvisualisierung im Rettungswagen steigert die sichere Versorgung des Patienten sowie die Effizienz in der gesamten Organisation. Geht es allerdings um spezielle Lösungen für die Medizin so kommen Standardgeräte aus der Industrie am Markt nicht in Frage. Die hohen Anforderungen an die Displays durch Hygiene, Umwelteinflüsse wie Wasser oder Desinfektionsmittel, Lesbarkeit bei Tageslicht, Bedienung mit Schweißhänden sowie Bedienbarkeit mit nassen Fingern oder Handschuhen erfordern spezifische Lösungen.

Durch ein optimiertes Schwarzbild erreicht Semsotec bei seinen Displays laut eigener Aussage einen hohen Kontrast sowie minimierte Reflexionen. Bilder können optimal über einen grossen Blickwinkel dargestellt und betrachtet werden. Das Backlight sorge in Verbindung mit dem Black Panel Effekt für einen reduzierten Lichtverlust und ein elegantes homogenes schwarzes Bild über die Displayfläche und Umrandung. Für den Touch kommen kapazitive Multitouches mit unsichtbarem ITO-Raster zum Einsatz. Dieser ist resistent gegenüber Flüssigkeiten wie zum Beispiel Wasser und Desinfektionsmittel und kann auch mit Handschuhen bedient werden.

Optical Bonding

Ein bewährtes begleitendes Verfahren zur Individualisierung ist dabei das Optical Bonding. Das Verfahren trägt dazu bei, die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit von Displays noch weiter zu steigern. Technisch funktioniert das so, dass mithilfe eines optischen Klebstoffes zwei Medien, bei Touch-Displays also Display und Touch-Bedienteil, miteinander verklebt werden. Auf diese Weise wird Kondensation verhindert, das Display wird insgesamt robuster und resistenter gegenüber Nässe, Staub und Temperaturschwankungen.

»Beim Customizing von Displays ist es insbesonders wichtig, die Bedürfnisse in der Medizintechnik genau zu verstehen und die geeignete Technologie einzusetzen«, , sagt Semsotec-CEO Jochen Semmelbauer. Das umfasse die Entwicklung von Ideen und Lösungen, die Umsetzung beim Prototyping wie auch die spätere Auflegung von Klein- oder Großserien. Die Möglichkeiten des Customizings von Displays sind fast unbegrenzt.

Daneben besteht die Möglichkeit, ein am Markt vorhandenes Standarddisplay dahingehend zu modifizieren, dass es den Anforderungen des Kunden genügt (Original Equipment Manufacture, OEM). Im Rahmen dieses Refinings bzw. der Veredelung ist etwa denkbar, das Gehäuse für ein feuchtes Arbeitsumfeld abzudichten, es bei vorgegebenen Größen in der Länge, Höhe oder Tiefe anzupassen, sowie gewünschte Anschlüsse und Schnittstellen zu ergänzen.

Semsotec auf der embedded world 2018: Halle 1/Stand 168

(me)