Sie sind hier: HomeRubrikenEmbedded Systeme

News, Produkte, Fachartikel zur KFZ-Elektronik: Motorsteuerungen, Infotainment, Telematik, Fahrwerkselektronik.

Outsourcing in der Medizintechnik: Fit für die digitale Zukunft

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Schnelle Markteinführung und geringere Entwicklungskosten

Hinzu kommen verschiedene, geografische regulatorische Vorgaben (FDA, TÜV, etc.), die erfüllt sein müssen, wenn die Geräte eine Zulassung für den jeweiligen Markt erhalten sollen. Mit der zunehmenden Komplexität der in medizinischen Endgeräten verbauten Rechnersysteme wird dieser grundlegende Entwicklungsschritt immer aufwändiger. Viele Hersteller wenden sich deshalb an externe Experten, um diesen Prozess schneller und effizienter gestalten zu können – je früher desto günstiger.  

Sind die jeweiligen Anforderungen an die Rechnerplattform erst einmal in einer gemeinsamen Projektgruppe definiert, laufen die Entwicklungen von Endgerät und Rechner parallel. Mögliche Lösungsszenarien bewegen sich dabei von einer modifizierten Standardlösung bis hin zu einer vollständig kundenspezifischen Neuentwicklung. Outsourcing-Partner sollten während des gesamten Prozesses in engem Kontakt mit dem Auftraggeber stehen, so kann auch im Projektverlauf noch schnell und flexibel auf eventuelle Änderungen im Anforderungsprofil reagiert werden. Gleiches gilt für den Umgang mit Regulierungs- und Zulassungsbehörden. Vor allem für kleinere Anbieter und Medizin-Start-Ups stellt das eine wichtige Hilfestellung dar.

Fazit

Vernetzte Endgeräte erfassen Daten längst nicht mehr nur lokal, sie teilen sie mit dem Klinik- bzw. Praxisnetz und empfangen regelmäßig eine Vielzahl relevanter Informationen. Diesen steten Datentransfer können längst nicht alle Anbieter gewährleisten. Outsourcing-Partner verfügen dagegen als Industrie-4.0-Spezialisten auch in diesem Zusammenhang über wichtige Kompetenzen. Diese reichen von der Umsetzung von Predictive-Maintenance-Szenarien, in denen Geräte auf Grundlage von Sensordaten frühzeitig vor einem drohenden Ausfall warnen, bis hin zum vollautomatischen Abgleich von Laborbefunden mit früher erfassten Messwerten. Hersteller schaffen so für ihren Kunden nicht nur einen erheblichen Mehrwert, sondern erreichen darüber hinaus eine merkliche Kostenreduktion im Service-Bereich ohne aber die Kontrolle über ihre Gerätedaten abgegeben zu müssen

Das Auslagern einzelner Teilaspekte der Produktentwicklung wird die Zukunft der Medizintechnik bestimmen. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung müssen Anbieter ihr R&D-Budget vor allem auf die Entwicklung innovativer Software-Lösungen und Diagnosetechnologien konzentrieren, wenn sie im globalen Wettbewerb bestehen wollen. Die zugehörige Hardware- bzw. Embedded-Computing-Basis liefern spezialisierte Anbieter schneller und effektiver – Sicherheit und Fortschritt inklusive.


Über Kontron

Externes Know-how vom Spezialisten

Kontron entwickelt und fertigt Industriecomputer und Elektronikkomponenten für besonders fordernde Umgebungen. Rechner für Fabriken, für das Transportwesen, die Verteidigungsindustrie und die Medizintechnik: Die Systeme sind auf der ganzen Welt im Einsatz, auch in zahllosen Operationssälen und Behandlungszimmern, inkognito verbaut in medizinischen Geräten namhafter Hersteller. Dabei erfüllt der Outsourcing-Partner eine wichtige Rolle. Denn egal ob Röntgengerät oder Beatmungsmaschine, ohne leistungsstarke Computerhardware blieben die heute weitgehend digitalen Patientenakten leer. Kontron liefert die Systeme passgenau, robust und qualitativ hochwertig. Auch die Absicherung der Endgeräte vor Manipulation, dem Schutz der darauf eingesetzten Anwendungen und notwendige Maßnahmen zur Einhaltung von Datenschutzrichtlinien zählen zur Kernkompetenz der Augsburger Embedded-Spezialisten. Gemeinsam mit seiner Muttergesellschaft S&T berät Kontron seine Kunden aktiv, wie sie ihre Hardware und Software wirksam schützen können und zeigt Optimierungspotentiale auf.

Der Autor:
Jens Unrath ist Head of Customer Program Management bei Kontron.