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App des Monats: Mit ZeckTag der Zecke einen Schritt voraus

Ob Grillen im Park, Faulenzen im Garten oder Ausflüge in die Natur – Sommerzeit heißt draußen sein. Doch Vorsicht, im Grünen können Zecken lauern. Die Spinnentiere sind nicht ganz ungefährlich, denn sie können Krankheitserreger übertragen. Ein sicherer Begleiter für unterwegs: die ZeckTag-App.

Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragende Krankheit in Deutschland. Bildquelle: © Pixabay

Der Zeckenwarner zeigt auf einen Blick, wie hoch am aktuellen Standort das Zeckenrisiko ist. Außerdem bietet ZeckTag Infos zu Vorsorgemaßnahmen sowie Tipps zur Soforthilfe bei einem Zeckenstich.

Die App ermöglicht es, herauszufinden, ob man sich in einem FSME-Risikogebiet (Frühsommer-Meningoenzephalitis) befindet. Dort ist die Gefahr der Übertragung von FSME-Viren besonders hoch. In Deutschland gibt es 161 betroffene Landkreise. Diese liegen in großen Teilen Bayerns, Baden-Württembergs sowie in Teilen Südhessens, Sachsens und Thüringens. Seit Februar 2019 gibt es mit dem Landkreis Emsland in Niedersachsen das erste Risikogebiet in Norddeutschland. Neben den FSME-Risikogebieten informiert die App auch darüber, was nach einem Zeckenstich zu beachten ist.

Zeckenstich im Tagebuch dokumentieren

Wenn eine Zecke zugestochen hat, ist es wichtig, sie schnellstmöglich zu entfernen und die Einstichstelle noch mehrere Wochen auf Veränderungen hin zu beobachten. Falls Rötungen, Schwellungen oder grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen auftreten, können diese anhand von Notizen und Bildern im Stichtagebuch festgehalten werden.

»Bei einer Borreliose ist die sogenannte Wanderröte – eine großflächige und kreisförmige Rötung um die Einstichstelle – ein typisches Krankheitszeichen«, erklärt PD Dr. med. Gerhard Dobler, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. Eine FSME hingegen beginnt meist mit grippeähnlichen Symptomen. Im Anschluss kommt es bei rund 10 Prozent der Betroffenen zu einer zweiten Erkrankungsphase, die zu einer Entzündung der Hirnhaut sowie des zentralen Nervensystems führen und schwere Langzeitschäden, beispielsweise Gehbehinderungen oder Sprachstörungen, nach sich ziehen kann. »Unabhängig davon, welche Symptome nach einem Zeckenstich auftreten, sollte auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden«, ergänzt Dobler.

Impftermin im Blick behalten

Eine Erinnerung an die FSME-Impfung kann in den Smartphone-Kalender importiert werden. Für einen mehrjährigen Impfschutz vor FSME sind drei Impfungen nötig. Die ersten beiden erfolgen im Abstand von 1 bis 3 Monaten, die dritte – je nach FSME-Impfstoff – nach 5 oder 9 bis 12 Monaten. Nach einer aus 3 Impfungen bestehenden Grundimmunisierung sollte der Impfschutz in regelmäßigen Abständen von 3 beziehungsweise 5 Jahren aufgefrischt werden. Der Abstand der Auffrischimpfung ist dabei abhängig vom Alter und vom Impfstoff. Der Hausarzt oder die Hausärztin kann rund um die FSME-Impfung beraten. (me)