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Living Heart Project: Das Herz aus dem Computer

Das Living Heart Project hat das Ziel, die Wirkung von Behandlungen bei Herzerkrankungen im Vorfeld virtuell zu simulieren und so langfristig die medizinische Versorgung verbessern zu können. Über 100 Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen sind daran mittlerweile beteiligt.

Das virtuelle Herz verbessert die Operationschancen Bildquelle: © Dassault Systèmes

Das virtuelle Herz verbessert die Operationschancen

Basierend auf der Dassault Systèmes Software Simulia arbeiten sie daran, ein virtuelles Modell des menschlichen Herzens zu erstellen. Ziel ist es, die Wirkung von Stents und Medikamenten im Vorfeld zu simulieren und besser auf die individuellen Anforderungen jedes einzelnen Patienten abzustimmen. Langfristig könne so die medizinische Behandlung  und Versorgung von Herz-Patienten verbessert werden. Darüber hinaus unterstützt das Modell die Ausbildung von medizinischem Fachpersonal.

Tübinger Herzchirurgen setzen das »virtuelle Herz« bereits in der Praxis ein. Bei dem schwersten angeborene Herzfehler: dem hypoplastischen Linksherz-Syndrom. Mit diesem Herzfehler werden in Deutschland jährlich rund 300 Kinder geboren. Sie können ohne Operation nicht überleben. Doch auch trotz des Eingriffes sterben 15 bis 20 Prozent der betroffenen Kinder.

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Mithilfe eines MRT werden die kleinen Patienten genau vermessen und analysiert, wie viel Blut mit welchem Druck das unvollständige Herz in den Körper pumpt. Diese Daten sind dann die Grundlage für eine exakte Simulation des Herzens. Es ist zwar virtuell, verfügt aber über alle anatomischen Details und agiert und reagiert genauso wie ein echtes Organ. Mit dem Modell können die Chirurgen schon vorher erkennen, welche Folgen diese oder jene Aktion bei der eigentlichen Operation haben wird. (me)