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Sprechstunde am Mittwoch: Zellwachstum in der Mikrostruktur

Editorial | Auch wenn sich Bioprinting neu anhört, existiert das Verfahren nicht erst seit gestern. Dennoch waren die meisten Verfahren hinsichtlich Materialien und Verarbeitungszeit eingeschränkt. Eine neue Bio-Tinte soll das nun ändern.

Melanie Ehrhardt, Redakteurin Medizin+elektronik Bildquelle: © Weka

Melanie Ehrhardt, Redakteurin Medizin+elektronik

Liebe Leser,

wie sich Zellen verhalten und wie neues Gewebe entsteht, lässt sich besonders gut steuern und untersuchen, wenn man die Zellen in ein feines Gerüst einbettet. Eine Möglichkeit ist, zuerst passende Strukturen herzustellen und danach mit lebenden Zellen zu besiedeln.  Doch mit diesem Ansatz kann es schwierig werden die Zellen tief im Inneren des Gerüstes unterzubringen. Und es ist kaum möglich, eine gleichmäßige Zellverteilung zu erreichen.

Die deutlich bessere Variante ist das sogenannte Bioprinting. Dabei stößt man allerdings auf eine Reihe von – neuen – Herausforderungen: Manche Verfahren sind sehr unpräzise oder erlauben nur ein sehr enges Zeitfenster, in dem die Zellen verarbeitet werden können, ohne dass sie Schaden nehmen. Außerdem müssen die verwendeten Materialien während und auch nach dem Prozess zellfreundlich sein. Das schränkt die Auswahl möglicher Materialien empfindlich ein.  Eine neue »Bio-Tinte« inklusive neuem Druckverfahren könnte diese Schwierigkeiten überwinden und die Zellen  mikrometergenau einbetten – extrem schnell und hochauflösend.

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Ehrhardt
Redakteurin Medizin+elektronik

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