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Burn-out und Überlastung bei Ärzten: So kann Künstliche Intelligenz helfen

Techniktrend | Künstliche Intelligenz kann Ärzten unzählige Arbeitsstunden für die medizinische Dokumentation ersparen. Diese stehen dann nicht nur für Patienten zur Verfügung, sondern auch für Freunde, Familie und das persönliche Wohlempfinden.

Neu entwickelte Methode ermöglicht ein tieferes Verständnis von Entscheidungsprozessen. Bildquelle: © Pixabay

Künstliche Intelligenz (Symbolbild): Natürlich ist der Aufwand für die medizinische Dokumentation nur einer von vielen Faktoren, die bei Burn-out im Gesundheitswesen eine Rolle spielen.

Für die stetig wachsende Arbeitsbelastung im deutschen Gesundheitswesen gibt es viele Gründe: Personalmangel, die alternde Bevölkerung und fehlende Finanzmittel. Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass die meisten Ärzte mit Überlastung, Unzufriedenheit und zunehmend auch mit Burn-out kämpfen. Im Jahr 2018 gaben 33 Prozent der deutschen Ärzte an, sich ausgebrannt zu fühlen.

Ein wesentlicher Grund dafür liegt in dem deutlich angestiegenen Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand nicht nur für Ärzte, sondern auch für das Pflegepersonal sowie den übrigen medizinischen Fachkräften. Besonders die fachfremden Verwaltungsaufgaben sowie die umfangreiche Dokumentation der Behandlung, die mittlerweile fast doppelt so viel Zeit beanspruchen wie die Behandlung selbst, treiben die Burn-out-Raten von Ärzten auf ein erschreckendes Niveau.

Zwei Stunden nur für Dateneingabe

Studien zeigen, dass die Erstellung medizinischer Dokumentationen, Suche nach Unterlagen und andere Verwaltungsaufgaben, Ärzten in vielen Fällen die Hälfte ihrer täglichen Arbeitszeit kosten. Für jede Stunde direkter Patientenversorgung verbringen Ärzte mittlerweile fast zwei zusätzliche Stunden mit der Eingabe von Daten in die elektronische Patientenakte sowie mit Schreibtischarbeiten. Entsprechend wenig Zeit bleibt dabei für ihre eigentliche ärztliche Aufgabe. Daher arbeiten Unternehmen an Technologien, die dabei helfen sollen, den Dokumentationsaufwand zu reduzieren. Spracherkennung spielt dabei eine ausschlaggebende Rolle.

KI-basierte Technologien setzen sich in allen Lebensbereichen immer mehr durch. So auch im Gesundheitswesen. Besonders spektakulär erscheinen dabei etwa Gedanken an Roboter-Chirurgen oder Algorithmen zur Alzheimer-Vorsorge. Im Moment sind es aber vor allem Lösungen mit Spracherkennung, die in dieser Branche zu einer maßgeblichen Optimierung der Dokumentation führen können.

Weniger Aufwand für die Doumentation

Spracherkennung für Mediziner ist heute Bestandteil der Basisaustattung eines zeitgemäßen Arbeitsplatzes. Das hat nicht nur Auswirkung auf die Entlastung der Ärzte, sondern auch auf die Verbesserung der Patientenversorgung. Nuance und Microsoft arbeiten bereits am nächsten Schritt. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Verbreitung von Ambient Clinical Intelligence (ACI)-Technologien beschleunigen, die das Behandlungszimmer der Zukunft unterstützt, in dem sich die klinische Dokumentation von selbst schreibt.

KI in der medizinischen Dokumentation für mehr Zeit mit dem Patienten
Der Mensch spricht etwa dreimal schneller als er tippt. Entsprechend reduziert eine KI-basierte Spracherkennung den Arbeitsaufwand für die medizinische Dokumentation drastisch. Schon heute nutzen weltweit über 500.000 Ärzte Spracherkennungslösungen, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. (me)

Schlagworte: Künstliche Intelligenz, Sprackerkennung, Medizinische Dokumentation

Genannte Firmen: Microsoft, Nuance

Nuance auf der Medica

In diesem Jahr findet die Medica vom 18. – 21. November in Düsseldorf unter dem Motto »Spitze in allen Bereichen« statt. Spracherkennung von Nuance können Besucher in Halle 13 am Stand D79 des Partners EGS Computer Vertriebs selbst testen.