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DicomObjectsView: Verarbeitung von medizinischen Bilddaten

Über die Jahre und bedingt durch die unterschiedlichen Fragestellungen und Forschungsprojekte ist eine Anwendersoftware (Maluna) entstanden, die mittlerweile in vielen international kooperierenden Forschungsgruppen zur CT-Lungenanalyse verwendet wird.

Uni Göttingen Bildquelle: © Pixabay

Eine Arbeitsgruppe der Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin Göttingen entwickelt mit Labview und IMAQ Vision schon seit einigen Jahren Software-Werkzeuge zur Visualisierung und Analyse von computertomografischen Schnittbildern der Lunge [1, 2]. Diese Lungen-CTs liegen im Dicom-Format (Digital Imaging and Communication in Medicine) vor und können bei genauer Kenntnis des Dateiformats direkt mit Labview gelesen werden. Häufige Anfragen bezüglich der Nutzung von »Maluna« kamen auch von anderen Forschern. Dadurch ist die Idee für ein Dicom-Toolkit für Labview entstanden.

Die Umsetzung des kompletten Dicom-Standards ausschließlich mit Labview erwies sich als zu kompliziert, sodass sich die Arbeitsgruppe entschlossen hat, eine externe Bibliothek einzubinden. Das frei erhältliche Toolkit DCMTK von Offis in Oldenburg, welches alle Dicom-Funktionen bietet, liegt nur in einem Gemisch aus Ansi C und C++ vor [3]. Damit alle Funktionen in Labview genutzt werden können, müssten Wrapper-DLLs programmiert werden, was ebenfalls zeitaufwändig ist. Deshalb der Entschluss, die Libraries von Medical Connections zu nutzen. Die »DicomObjects«-Bi­bliothek liegt sowohl als OCX als auch als .NET-Bibliothek vor und lässt sich in Labview einbinden. Neben den wichtigsten Dicom-Diensten sind auch umfangreiche medizinische 3D-Rekonstruktionen möglich [4]