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Trendbericht Smart Health: Eine Branche mit Wachstumsgarantie

Fortschritte in den Bereichen digitale und mobile Technologien haben in Kombination mit der Weiterentwicklung des Internets der Dinge zur Entstehung eines dynamischen neuen Sektors in der Gesundheitsbranche geführt: Smart Health. Das ruft auch andere Akteure – abseits der Medizin – auf den Plan.

Mobile Visite: Mithilfe von Tablet-PCs können Ärzte Patienten direkt am Patientenbett besser ihre gesundheitliche Lage erklären. Bildquelle: © Telekom Healthcare Solutions

Mobile Visite: Mithilfe von Tablet-PCs können Ärzte Patienten direkt am Patientenbett besser ihre gesundheitliche Lage erklären.

Smart Health ist mehr als ein Schlagwort. Es ist die Idee von einer vernetzten, intelligenten und personalisierbaren Medizin, von der alle Akteure im Gesundheitswesen gleichermaßen profitieren. Der Markt ist längst nicht mehr nur für klassische Hersteller von Medizinprodukte attraktiv. Verschiedene Technologieunternehmen gründen Firmen, um das wachsende Interesse an Smart Health-Lösungen zu nutzen.

Care Innovations von Intel ist zum Beispiel auf intelligente Fernüberwachung spezialisiert, während das Elektrounternehmen Bosch als Dachmarke für Sensoren, Software und Diensleistungen Bosch Healthcare gegründet hat. Deren Produkte sind verknüpft mit IT-Lösungen von Technologieunternehmen wie Hewlett-Packard, MindTree, SAP und Intel, mit Telekommunikationslösungen von Branchengrößen wie AT&T, Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone sowie mit Konnektivitätslösungen von Anbietern wie IBM, InterComponentWare, Lamprey Networks, Texas Instruments und Vignet.

Wachstum im zweistelligem Bereich

Da immer mehr Unternehmen im Bereich Smart Health aktiv werden und stets neue Technologien vorgestellt werden, wird diese Branche weiterwachsen. Unter Berücksichtigung von IT für das Gesundheitswesen, intelligenten tragbaren Geräten, mobilen Systemen, Verbraucherprodukten und Fernüberwachung ist der Markt nach konservativen Schätzungen ca. 60 Milliarden US-Dollar wert; kurz- und mittelfristig wird dabei ein Wachstum im zweistelligen Bereich erwartet. Insbesondere die Entwicklung von neuen klinischen Informationssystemen und elektronischen Patientenakten weckt das Interesse.

In einem Umfeld, in dem Gesundheitsetats stetig knapper werden, Dienstleister immer mehr für immer weniger erreichen sollen und alternde Bevölkerungen und ungesunder Lebenswandel die Gesundheitsversorgung zunehmend  belasten, erscheint Smart Health als eine vielversprechende Gelegenheit. Ein weiterer Bereich mit einem großen Potenzial ist die sogenannte Big-Data-Analytik. Die riesigen Datenmengen, die durch Smart-Health-Anwendungen verarbeitet werden, könnten von Gesundheitsversorgern eingesetzt werden, um neue Erkenntnisse bezüglich dem Verhalten von Patienten und klinischen Ergebnissen von verschiedenen Arzneimitteln und Therapien zu gewinnen. Unter Umständen können sogar Epidemien vorhergesagt und kontrolliert werden.

Vorstoß in die Medizin: Vivatmo me ist das erste Patientengerät für Asthmatiker aus dem Hause Bosch. Bildquelle: © Bosch Healthcare)

Vorstoß in die Medizin: Vivatmo me ist das erste Patientengerät für Asthmatiker aus dem Hause Bosch.