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Start-up des Monats: Ada Health: Sprechstunde bei Dr. Smartphone

Junge Gründer, große Ideen – Start-ups sind auch für die Medizin zu wichtigen Innovatoren geworden. Wir möchten einige dieser Köpfe genauer vorstellen. Dieses Mal: »Ada Health«. Das Start-up aus Berlin hat eine App entwickelt, mit der Nutzer ihre Symptome von einer KI checken lassen können. 

Ada-Health-Gründerteam (v.l.n.r.): Dr. Claire Novol, Daniel Nathrath und Dr. Martin Hirsch. Bildquelle: © Ada Health

Ada-Health-Gründerteam (v.l.n.r.): Dr. Claire Novol, Daniel Nathrath und Dr. Martin Hirsch.

Wie lautet euer Elevator Pitch?

Adas Gesundheitsplattform ist mit künstlicher Intelligenz (KI) gesteuert und ermöglicht Nutzern weltweit und jederzeit Zugang zu einem personalisierten Verständnis und Management der eigenen Gesundheit sowie Zugang zu den angemessensten Behandlungsoptionen

 Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

In der Anfangsphase lag unser Fokus auf der Entwicklung der Technologie. Wir haben die Stärken erkannt, die mensch­liche Ärzte in Kombination mit KI haben, und haben daraufhin begonnen, ein Tool zu entwickeln, das Ärzte in ihren Entscheidungs- und Diagnoseprozessen unterstützt. Wir haben Ada zunächst mit Fachärzten getestet, die Nutzung dann auf Allgemeinmediziner ausgeweitet und dann die Plattform im Herbst 2017 auch für Nutzer und Patienten zugänglich gemacht.

Was war euer größter Erfolg?

Unser größter Erfolg sind die positiven Ergebnisse, die wir durch unsere medizinischen Informationen und Versorgungsmöglichkeiten global erzielen. 2017 war Ada die am schnellsten wachsende medizinische App Europas. Durchschnittlich wird alle sechs Sekunden eine Gesundheitsanalyse mit Ada durchgeführt. Millionen Menschen weltweit verwenden Ada bereits.

Und der größte Rückschlag?

In der Anfangsphase bestand eine unserer größten Herausforderungen darin, mit eingeschränkten Mengen von Daten zu arbeiten. Im Gesundheitswesen sind Daten oft unstrukturiert sortiert, fehlen gänzlich und werden unterschiedlich dokumentiert. Um diese Herausforderung zu meistern, haben wir Datensätze aus kodifiziertem medizinischem Wissen erstellt und sie von Ärzten überprüfen lassen, um so unsere Algorithmen zu testen.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Wir wollen uns weltweit als persönlicher Gesundheits-Guide etablieren. In Zukunft wird Ada noch genauere und stärker personalisierte Gesundheitseinschätzungen anbieten, indem sie die verfügbare Krankengeschichte eines Nutzers sowie Daten aus einer Vielzahl von Sensoren, Geräten und anderen Quellen berücksichtigt. Ada soll sich dadurch immer mehr zu einer ständigen Begleiterin im Gesundheits­wesen entwickeln.

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

Wir sind davon überzeugt, dass wir erst am Anfang der digitalen Gesundheitsrevolution stehen. In Zukunft werden Ärzte und KI-Anwendungen stärker zusammenarbeiten und Patienten in jeder Phase – vom ersten Anzeichen bis zur Diagnose – unterstützen. KI-Plattformen wie Ada werden dabei einen Austausch von Ressourcen und Wissen ermöglichen. Wir werden so ineffiziente Abläufe optimieren und den Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung verbessern.

Fakten zum Start-up:
Anzahl der Kunden: Über 2,6 Mio. Gesundheitsanalysen, durchschnittlich ein neuer Fall aller sechs Sekunden
Gründung: 2011
Mitarbeiter: 100
Finanzierung: 55,7 Mio. Euro

Ada Health
ada.com/de

 

Ada Health Bildquelle: © Ada Health

Erste Hilfe per App: Ada Health schlägt Kranken per App Diagnosen vor.