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7. Frühjahrstagung Telemedizin: Pflege in Deutschland - Gerüstet für die Zukunft?

Am 18. Juni veranstalten die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. und das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin die mittlerweile »7. Frühjahrstagung Telemedizin«. Die Fachtagung findet in diesem Jahr unter dem Motto »Pflege in Deutschland: Gerüstet für die Zukunft?« in Düsseldorf statt

Diagnosen via Handy sind in Baden-Württemberg schon bald Realität. Bildquelle: © Pixabay

Diagnosen via Handy sind in Baden-Württemberg schon bald Realität.

Die pflegerische Versorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt kontinuierlich. Mit dem diesjährigen Motto »Pflege in Deutschland: Gerüstet für die Zukunft?« greifen die Veranstalter daher bewusst eine brisante Frage auf. Mit Hilfe der teilnehmenden Experten soll skizziert werden, welche telemedizinischen Anwendungen helfen könnten, um Versorgungsprozesse und Behandlungsabläufe so zu optimieren, dass die Akteure in der pflegerischen Versorgung mehr Zeit für Patienten haben. »Zentrale Voraussetzung für ein patientenorientiertes Gesundheitswesen ist ein kooperatives Miteinander – insbesondere auch unter Berücksichtigung der pflegerischen Versorgung«, macht Prof. Dr. med. Gernot Marx, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed), deutlich. »Um die dafür notwendige sektoren- und berufsgruppenübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit zu erleichtern, kommt dem Einsatz telemedizinischer Anwendungen eine zentrale Bedeutung zu«, ergänzt Günter van Aalst, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DGTelemed. Im Rahmen der Frühjahrstagung möchten sie Handlungsbedarfe identifizieren und Lösungsansätze formulieren, um diese der Gesundheitsministerkonferenz im Juni in Düsseldorf aufzeigen zu können.

Mit Andreas Westerfellhaus ist laut Veranstalter ein ausgewiesener Experte für Pflege im Programm vertreten. »Pflegekräfte sind mit den anderen Gesundheitsberufen ein Partner in der Versorgung der Menschen«, so Westerfellhaus. Sie bräuchten deshalb auch alle wichtigen Gesundheitsinformationen, um schneller die richtigen Maßnahmen beispielsweise bei der Behandlungspflege ergreifen zu können. Daher hält er den Zugriff auf relevante Informationen auf der elektronischen Gesundheitskarte und damit die Anbindung an die Telematik Infrastruktur für die Pflege für dringend erforderlich.

In diesem Sinne haben es sich DGTelemed und ZTG zur Aufgabe gemacht, dem Thema eine bundesweite Plattform zu verschaffen. So diskutieren im Verlauf der Tagung weitere Experten aus Pflege, Medizin und Wissenschaft über die Möglichkeiten der Telemedizin für die pflegerische Versorgung und stellen konkrete Lösungen und Anwendungsbeispiele für den täglichen Einsatz vor. »Telemedizin kann qualifizierte Fachkräfte bei der nachstationären Patientenversorgung, insbesondere in Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeheimen und Pflegediensten, gezielt unterstützen«, so Rainer Beckers, ZTG-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der DGTelemed. Auf diese Weise leiste Telemedizin einen den aktuellen Versorgungsansprüchen entsprechenden und zudem zukunftsfähigen Beitrag. (me)