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Forschungsprojekt an der HTW Dresden: Kollege Roboter in der Altenpflege

Ein neues Forschungsprojekt an der HTW Dresden beschäftigt sich mit dem Einsatz von Robotik in Pflegeeinrichtungen. Die Wissenschaftler untersuchen, wie technische Assistenzsysteme das Pflegepersonal unterstützen können.

Bis 2022 soll der Markt für Medizinroboter auf 9,3 Milliarden US-Dollar anwachsen. Bildquelle: © dpa

Roboter in der Pflege (Symbolbild)

Die stationäre Altenpflege ist ein sehr anspruchsvoller Dienstleistungsbereich, der unter starkem Personalmangel leidet. Die Möglichkeiten der Robotik können hier neue Wege aufzeigen. »Roboter werden in Dienstleistungsberufen wie der Altenpflege nie den Menschen ersetzen, aber sie können Beschäftigte entlasten und unterstützen. Genau dieses Potenzial steht im Mittelpunkt unserer Forschung«, so Projektleiterin Prof. Anne-Katrin Haubold. Dazu nutzt das Team einen interdisziplinären Forschungsansatz, der sowohl technische als auch personalwirtschaftliche Aspekte untersucht. »Vor allem sollen aber auch diejenigen, die diese Technik am Ende nutzen, aktiv miteinbezogen werden.«

Als Ergebnis soll eine intelligente und zugleich intuitive Mensch-Roboter-Interaktion entstehen, die zwischen technischen Assistenzsystem, Bewohnern sowie Pflegepersonal und Therapeuten vermittelt. Hierzu wird der unmittelbare Arbeitskontext der Pflegeeinrichtung analysiert und die Beschäftigten vor Ort an möglichen Einsatzszenarien der Servicerobotik beteiligt. Auch Interviews mit strategischen Planern und Personalvertretern stehen auf dem Programm, um die Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz der Robotik abzuleiten.

An der HTW Dresden wird das Projekt durch drei Professuren an zwei Fakultäten begleitet: Prof. Anne-Katrin Haubold (Professur Personalmanagement), Prof. Rüdiger von der Weth (Professur Arbeitswissenschaft und Personalwesen) sowie Prof. Hans-Joachim Böhme (Professur für Künstliche Intelligenz).

Das Projekt wird mit 870.000€ Euro vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Im Rahmen von ESF-Nachwuchsforschergruppen werden akademische Nachwuchskräfte im Rahmen der gemeinsamen Forschungsarbeit zum Wissens- und Technologietransfer und zur Netzwerkbildung zwischen sächsischen Hochschulen und Unternehmen befähigt. (me)