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Digitale Lösungen für die Medizin: Basis für neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle

Eine aktuelle Erhebung* von Simon-Kucher zeigt, dass 72 Prozent Führungskräfte der Pharma- und Medtech-Branche digitale Lösungen als Basis für neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle sehen. Für 63 Prozent ist das Hauptziel entscheidende Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Große Vision: In Zukunft sollen Behandlungen am digitalen Zwilling getestet werden. Bildquelle: © Pixabay

Pharma- und Medtech-Branche: 72% erhoffen sich mit digitalen Lösungen neue Geschäftsmodelle zu erschließen.

Pharma- und Medizintechnik-Firmen legen besonderen Fokus auf vernetzte Lösungen und Produkte, die Patientendaten zwischen verschiedenen Leistungserbringen austauscht, umso eine bessere integrierte Versorgung zu ermöglichen. Ein weiterer Fokus wird zudem auf Lösungen gelegt, die ein besseres Monitoring von Patienten ermöglichen, um schnell auf Unregelmäßigkeiten reagieren zu können. Je 55 Prozent der Befragten geben an, hier zu investieren. An dritter Stelle mit 45 Prozent stehen integrierte IT-Lösungen, die etwa die Prozesse und den Datenaustausch in Krankenhäusern effizienter machen.

»Das spiegelt sich auch in unserer Projekterfahrung im Healthcare-Bereich wider«, sagt Jan Bordon, Senior Director bei Simon-Kucher. Verbesserte Datenverfügbarkeit und Datentransparenz seien Haupttreiber für die Entwicklung und den optimalen Einsatz neuer digitaler Lösungen. Beratungsbedarf herrsche allerdings häufig noch bei fundamentalen Themen wie der Definition der übergeordneten Vision und Strategie für digitale Lösungen, sowie der optimalen direkten oder indirekten Monetarisierungsstrategie. »In vielen Unternehmen werden Investitionen getätigt ohne sich im Vorfeld klare Gedanken darüber zu machen wie diese digitalen Lösungen zum Gesamtportfolio passen und welches Potential diese Lösungen für den Patienten oder Leistungserbringer bzw. Kostenträger haben können.«

Enge Kooperationen für langfristigen Erfolg

Im komplexen Healthcare-System mit den verschiedenen Playern spielt Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten geben an, dass ein Haupterfolgsfaktor bei der Vermarktung digitaler Lösungen das Aufzeigen von Kosteneinsparungen ist. Für 58 Prozent ist die Identifizierung und aktive Kooperation mit innovativen Kostenträgern eine Erfolgsgarant dafür, neue digitale Lösungen erfolgreich auf den Markt zu bringen. Um generell die Skepsis der Kostenträger zu reduzieren, setzen 54 Prozent auf den engeren Schulterschluss mit den jeweiligen nationalen, regionalen oder lokalen Kostenträgern um gemeinsam Kostenträger relevante „Real-World-Evidenz“ aufzuzeigen.

(me)

*Über die Erhebung: Die Kurz-Umfrage »Digital Health« wurde von Simon-Kucher im Rahmen mehrerer Webinare im vierten Quartal 2018 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 30 Führungskräfte aus der Pharma- und MedTech-Branche weltweit befragt.