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Allianz für Cybersicherheit: Standard für mehr Cybersicherheit im Gesundheitsbereich

Verbände | Die Allianz für Cybersicherheit stellte gestern auf der Medica ihre neue Empfehlung für Medizinprodukten vor: MDS2 soll es Herstellern ermöglichen, die Informationen zu sicherheitsrelevanten Merkmalen und Funktionen ihrer Produkte in strukturierter Form an die Betreiber zu übermitteln

Mehr Digitalisierung bedeudet auch höhere Anforderungen an die Datensicherheit. Bildquelle: © Pixabay

Allianz für Cybersicherheit stellt Empfehlung für strukturierte Produktinformation vor

Die Allianz für Cybersicherheit stellte gestern auf der Medica in Düsseldorf ihre neue Empfehlung für Hersteller und Betreiber von Medizinprodukten vor: Den Leitfaden zur optimalen Verwendung des „Manufacturer Disclosure Statement for Medical Device Security“ (MDS2). „Der Leitfaden trägt dazu bei, dass Hersteller und Anwender von Medizinprodukten durch das MDS2 sicherheitsrelevante Informationen einfach austauschen können“, erklärt Hans-Peter Bursig vom ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik. Der Expertenkreis Cybermed der Allianz für Cybersicherheit hat dieses Dokument unter Mitwirkung des ZVEI und seiner Mitgliedsunternehmen erarbeitet.

Neue Produkte reibungslos integrieren 

Das MDS2 ermöglicht Herstellern die Informationen zu (cyber-) sicherheitsrelevanten Merkmalen und Funktionen ihrer Produkte in strukturierter Form an die Betreiber zu übermitteln. „Diese Informationen sind für die Anwender besonders wichtig, um neue Medizinprodukte reibungslos in das bestehende Cybersicherheitskonzept der eigenen Einrichtung zu integrieren“, so Bursig. 

Das Thema Cybersicherheit hat in den letzten Jahren in der Gesundheitswirtschaft kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Medizinprodukte sind für ihren bestimmungsgemäßen Gebrauch auf Kommunikationskanäle nach außen angewiesen. Der Betreiber muss sicherstellen, dass über solche Wege kein unbemerkter Cyberangriff auf die eigene Einrichtung möglich wird. 

Dabei darf die Leistungsfähigkeit des Medizinproduktes aber nicht eingeschränkt werden. Auf Basis der Informationen, die der Hersteller über das MDS2 zur Verfügung stellt, wird das besser umsetzbar. „Für den Betreiber ist das MDS2-Formular sowohl bei der Produktauswahl als auch bei der Produktintegration in die eigene IT-Umgebung eine Hilfe“, so Bursig. „Mit dem Formular können Hersteller und Betreiber ab sofort ein international verwendetes Format nutzen.“