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Start-up des Monats: Moio: Intelligentes Pflaster für die Pflege

Junge Gründer, große Ideen – Start-ups sind auch für die Medizin zu wichtigen Innovatoren geworden. Wir möchten einige dieser Köpfe genauer vorstellen. Wir möchten einige dieser Köpfe genauer vorstellen. Dieses Mal: »Moio«. Das Unternehmen aus Fürth hat ein intelligentes Pflaster entwickelt.

Moio-Gründerteam: Günter Maximilian Hefner, Technischer Leiter (l.) und Jürgen Besser, Geschäftsführer. Bildquelle: © Moio

Moio-Gründerteam: Günter Maximilian Hefner, Technischer Leiter (l.) und Jürgen Besser, Geschäftsführer.

Wie lautet euer Elevator Pitch?

Unser System unterstützt Pflegende bei ihren täglichen Aufgaben. Das Moio ist ein kleines, weiches und flexibles Sensormodul, das in einer Pflastertasche von Pflegebedürftigen am Rücken getragen wird. Durch seine spezielle Bauform ist es kaum zu spüren. Mit seinen Sensoren erkennt es pflegerischen Handlungsbedarf und informiert Pflegende über eine App – vollkommen mobil. So kann genau dann Hilfe geleistet werden, wenn sie notwendig ist. Gleichzeitig entfallen unnötige Kontrollen mit mehr Freiheit – für Gepflegte und für Pflegende.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee zum Produkt hat sich im Laufe mehrerer Forschungsprojekte rund um den Themenbereich »Technische Assistenzsysteme für ältere Menschen« entwickelt, bei denen wir zahlreiche Befragungen von Pflegekräften, pflegenden Angehörigen und Senioren durchgeführt haben. Am Ende hat uns die große Begeisterung der Anwender dazu motiviert, die Produktidee im Rahmen eines Start-ups zu verwirklichen und damit verfügbar zu machen.

Was war euer größter Erfolg?

Dass wir nach dem Start unserer Crowdfunding-Kampagne auf Aescuvest innerhalb einer Woche 100.000 Euro einsammeln konnten.

Und der größte Rückschlag?

Kommt sicher noch, aber aktuell haben wir noch keinen erlebt.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Entweder sind wir durch eine größere Firma aufgekauft worden oder wir sind kleines eigenständiges Unternehmen, dass das moio.care-System mit Hilfe verschiedener Partner international vermarktet. Außerdem haben wir bis dahin den Funktionsumfang voraussichtlich stetig erweitert und können so bei noch mehr pflegerischen Problemfeldern Unterstützung bieten.

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

Sowohl die Pflege als auch die Medizin der Zukunft profitieren mehr und mehr von der zunehmenden Digitalisierung. Wir gehen davon aus, dass immer mehr Diagnostik sowie das Screening chronischer Erkrankungen vom Patienten zu Hause durchgeführt werden kann. Durch die bessere Datenqualität zum Verlauf chronischer Erkrankungen können Spätfolgen minimiert und es kann im Krisenfall schneller reagiert werden.

Fakten zum Start-up:
Anzahl der Kunden: Wir sind noch nicht am Mart.
Gründung: 13.11.2017
Mitarbeiter: 3
Finanzierung: Corporate Venture Capital durch die Diakonie Neuendettelsau sowie Crowdfunding über Aescuvest (zukünftig ergänzt um Business Angel und strategische Partner)

Moio GmbH 
www.moio.care

Dieser Beitrag stammt aus der Medizin+elektronik Nr. 3 vom 14.06.2018. Hier geht’s zur vollständigen Ausgabe.

 

Das Sensormodul wird in einer Tasche integriert am Rücken getragen. Bildquelle: © Moio

Das Sensormodul wird in einer Tasche integriert am Rücken getragen.