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Verkauf von Berliner Sensorhersteller: First Sensor vor Übernahme durch TE Connectivity

Der Berliner Sensorhersteller First Sensor könnte an den US-schweizerischen Konkurrenten TE Connectivity verkauft werden. Der First-Sensor-Großaktionär Deutsche Private Equity hatte seinen Anteil bereits im Oktober ins Schaufenster gestellt.

Handschlag (Symbolbild) Bildquelle: © Pixabay

Handschlag (Symbolbild)

Mit der Übernahme will TE seine Position als Hersteller von Verbindungs- und Sensorlösungen, insbesondere in den Bereichen Industrie, Medizintechnologie und Transport, weiter ausbauen. Durch den Zusammenschluss vereint das Unternehmen unter anderem die Niederdruck- und optischen Sensoren von First Sensor mit den bereits bestehenden Sensorlösungen, den Ressourcen sowie dem Kundenstamm von TE.

Gemäß den Konditionen des Angebots wird TE 28,25 Euro je First Sensor Aktie in bar bieten. Die Übernahme, einschließlich der Schuldübernahme der ausstehenden Nettoverschuldung und Minderheitsbeteiligung von First Sensor, beläuft sich auf ca. 307 Millionen Euro ($ 343 Millionen). Der Angebotsvollzug steht unter üblichen Bedingungen, worunter auch der Erhalt behördlicher Genehmigungen fällt. Das Angebot wird laut Unternehmen nicht vom Erreichen einer Mindestannahmeschwelle abhängen. TE geht davon aus, dass die Akquisition bis spätestens zur Jahresmitte 2020 abgeschlossen sein wird.

Trennt sich DPE von First Sensor?

Das Übernahmeangebot dürfte nach Ansicht des »Finance Magazins« daraus resultieren, dass der Private-Equity-Investor Deutsche Private Equity – der größte Aktionär von First Sensor – im Oktober vergangenen Jahres seinen Anteil am Unternehmen ins Schaufenster gestellt hat. Damals hielt DPE noch 36,02 Prozent der Anteile, inzwischen sind es 40,08 Prozent.

Bereits damals war klar, dass ein möglicher Käufer die 30-Prozent-Marke überschreiten könnte und damit ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre unterbreiten müsste. Neben DPE, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung 2011 bei First Sensor eingestiegen ist, ist noch der niederländische Investor Teslin Capital Management über zwei Vehikel mit insgesamt rund 14 Prozent beteiligt. Die restlichen rund 46 Prozent sind in Streubesitz.

Bereits im Oktober sollen sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mehrere Interessenten gemeldet haben, darunter chinesische Unternehmen, der US-Wettbewerber Molex Electronic Technologies sowie TE Connectivity. Nun könnte der Wettbewerber TE Connectivity, mit Sitz in der Schweiz und den USA sowie mit Notierung in den USA, der sich unter anderem auf elektronische Steckverbinder und Sensoren spezialisiert hat, zum Zuge kommen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete TE Connectivity rund 14 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 12,5 Milliarden Euro). (me)