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Günstiger als Mammografie-Screenings: Smarter BH erkennt Brustkrebs

Ein französisch-schweizerisches Team führt erste Forschungsarbeiten durch mit dem Ziel, später einen intelligenten BH zu entwickeln, der Brustkrebs erkennt. Mit technischen Hilfsmitteln soll eine neue Diagnosemethode entstehen, die erschwinglicher ist als Mammografie-Screenings.

Eine Radiologin interpretiert eine Mammografie (Schmuckbild). Bildquelle: © HNFC Juni 2019

Eine Radiologin interpretiert eine Mammografie (Schmuckbild).

Brustkrebs war gemäss der Datenbank Globocan bei krebserkrankten Frauen im Jahr 2018 weltweit die Todesursache Nummer 1. Schätzungen zufolge starben daran etwa 627.000 Frauen und 1 Million neue Fälle wurden diagnostiziert. Wird die Krankheit jedoch in einem frühen Stadium entdeckt, kann sie in über 90 Prozent der Fälle geheilt werden.

Momentan findet die Krebsprävention in Form von Früherkennungsscreenings statt, die auf Eigeninitiative oder im Rahmen eines Früherkennungsprogramms durchgeführt werden. Die Mammografie ist die effizienteste und wissenschaftlich angesehenste Form der Früherkennung. Trotz dieser Effizienz gibt es einige Hindernisse, insbesondere der Zugang zu dieser Vorsorge, die unangenehme Untersuchung und die Verzögerungen bei der Kostenübernahme. Außerdem können sich einige Länder diese kostspielige Technik, die durch medizinische Fachspezialisten durchgeführt werden muss, nicht für die breite Bevölkerung leisten.

Früherkennung für alle ermöglichen

Das Endziel des Projekts SBra ist es, einen intelligenten, mit Sensoren ausgestatteten BH zu entwickeln, der in der Lage ist, diesen Krebs frühzeitig, komfortabel und ohne Gesundheitsrisiko effektiv zu erkennen. In einem ersten Schritt wird untersucht, ob die ins Auge gefassten Technologien dazu in der Lage sind. Der BH richtet sich insbesondere an Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben und solche, die an keinem Früherkennungsprogramm teilnehmen.

Das Projekt ist eine schweizerisch-französische Zusammenarbeit. Die Beteiligten sind das CSEM (Neuenburg - CH), die Ecole nationale supérieure de mécanique et des microtechniques(ENSMM-Besançon - F), das Hôpital Nord Franche-Comté (HNFC – Belfort - F), die Technische Universität Belfort- Medienmitteilung. Involviert sind etwa 30 Fachleute, rund zwei Drittel davon in Frankreich und ein Drittel in der Schweiz, darunter Expertinnen und Experten aus dem Ingenieurwesen, der Informatik, Medizin, Philosophie und Soziologie sowie Koordinatoren von klinischer Forschung.

Involviert sind etwa 30 Fachleute, rund zwei Drittel davon in Frankreich und ein Drittel in der Schweiz, darunter Expertinnen und Experten aus dem Ingenieurwesen, der Informatik, Medizin, Philosophie undSoziologie sowie Koordinatoren von klinischer Forschung. (me)