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Vokabel der Woche: Angiografie (»Gefäßdarstellung«)

Glossar | Angiografie bzw. -graphie nennt man in der Medizin die radiologische Darstellung von Gefäßen, meist Blutgefäßen mittels diagnostischer Bildgebungsverfahren, beispielsweise Röntgen oder Magnetresonanztomografie (MRT). Hierzu wird häufig ein Kontrastmittel in das Blutgefäß injiziert.

CT-Angiografie der Hände Bildquelle: © MBq at German Wikipedia

CT-Angiografie der Hände

 

Synonym: Gefäßdarstellung

Englisch: angiography

 

Defintion

Als Angiographie wird die radiologische Darstellung von Blut-, im weiteren Sinne auch von Lymphgefäßen bezeichnet. Nach der Einspritzung von Kontrastmitteln über einen Katheter oder eine venöse Kanüle in das jeweilige Gefäß wird eine Serie von Röntgenbildern (Angiogramme) angefertigt, die die Verteilung und den Fluss der Markersubstanz verfolgen.

Verfahren und Bezeichnungen (nach Methode)

Je nach dem zugrundeliegenden Bildgebungsverfahren werden verschiedene Angiografien unterschieden:

  • Digitale Subtraktionsangiografie (DSA)
  • CT-Angiografie (CTA)
  • Magnetresonanzangiografie (MRA)
  • Farbcodierte Duplexsonographie

Neben arteriellen (Arteriografie) und venösen (Phlebografie) Blutgefäßen können auch Lymphgefäße (Lymphografie) und nicht anatomische Gefäße wie Gefäßprothesen oder Dialyseshunts dargestellt werden. Die Darstellung der Herzkranzgefäße heißt Koronarangiografie, die Angiografie einer Krampfader nach direkter Punktion Varikografie.

Wann macht man eine Angiografie?

Eine Angiografie dient zur Diagnostik bei Erkrankungen, die mit Verengungen oder Verschlüssen der Gefäße einhergehen.

Bei diesen Krankheiten ist die Untersuchung wichtig (Indikationen)

  • Aneurysma
  • Arteriosklerose
  • Carotisstenose
  • Hirnblutung
  • Thrombose

(me)