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Diabetes-App von mySugr: Smartphone überwacht Blutzucker

Wer als Diabetiker seinen Zuckerhaushalt im Griff behalten will, kann dafür eine als medizinisches Produkt registrierte Smartphone-App von mySugr nutzen. In der neusten Version schreibt ein Glukometer seine Messwerte direkt in die App.

MySugr Bildquelle: © MySugr

Blutzucker messen, Broteinheiten berechnen, Insulin spritzen – für mehr als zwei Millionen Deutsche und Österreicher gehören diese Dinge genauso zum Alltag wie ihr Smartphone. Warum also das eine nicht für das andere nutzen, dachten sich die Gründer des österreichischen Unternehmens mySugr [1] und brachten eine »Companion App« auf den Markt, mit der Diabetiker Daten zu Ernährung, Sport und Gesundheitszustand in einem digitalen Tagebuch speichern, verwalten und analysieren können.

Jetzt sind die Entwickler der Software noch einen Schritt weiter gegangen: In Zusammenarbeit mit Sanofi-Aventis, einem der größten Insulinproduzenten der Welt, haben sie der App einen weiteren Feinschliff gegeben. Diabetiker können nun ihre Daten vom »iBGstar«, einem mit dem iPhone-kompatiblen Blutzuckermessgerät von Sanofi-Aventis, direkt in den Companion übertragen.

Dabei funktioniert die Koppelung mit dem Messgerät über den Multiport des iPhones. Die Übertragung der wichtigen Blutzuckerwerte erfolgt automatisch, was eine große Entlastung für die nötige Dokumentation bedeutet. Somit ist die Erweiterung nicht nur eine technische Spielerei, sondern macht die Benutzung der App auch noch sicherer und einfacher.

Um den Diabetiker zur Nutzung der App zu motivieren, liegt dem mySugr-Companion ein Spielekonzept zugrunde. Durch diese so genannte »Gamification« – den Einsatz von spielerischen Elementen im nicht spielerischen Kontext – können die Anwender den aufwendigen Therapiealltag leichter meistern. Punkte für die Blutzuckerkontrolle, Monster, die Feedback geben, und »Challenges« unterstützen dabei, Therapieziele zu erreichen, und halten die Motivation aufrecht. Die App wurde nicht nur in Europa, sondern auch als eine der ersten Handy-Applikationen überhaupt bei der amerikanischen Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) als Medizinprodukt registriert.

Bereits jetzt motiviert die Companion App laut Hersteller fast 100 000 Menschen bei ihrer Diabetes-Therapie. Den Gründern von mySugr liegt die Motivation für ständige Weiterentwicklungen sozusagen im Blut: Zwei von ihnen und ein Großteil des übrigen Teams sind selbst Diabetiker und wissen, wie anstrengend eine Diabetes-Therapie sein kann. So gibt es mit der bunten »Junior App« eine speziell angepasste Version für Kinder, und seit Kurzem ist der mySugr Companion auch für Android-Smartphones verfügbar.