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BMBF-Verbundprojekt: Biofeedback aus dem Ohr

Mit einem »Kopfhörer« die Gesundheit kontrollieren und verbessern - das ist das Ziel eines Konsortiums im Projekt »Ohr-BioFeedback«. Das Gerät, das wie ein Ohrhörer zu tragen ist, misst die Vitalparameter, wie Herz- und Atemrate.

Biofeedback Bildquelle: © Binder Elektronik

Prinzip des Verbundprojekts »Ohr-Biofeedback«

Verschiedenen Studien zufolge leben in Deutschland wenigstens 15 Millionen chronisch Schmerzkranke. Deren medizinische Behandlung unterstützen will ein interdisziplinäres Team von Medizinern, Ingenieuren und Software-Entwicklern im Verbundprojekt »Ohr-Biofeedback«.

Im Fokus steht die Entwicklung eines mobilen Biofeedback-Systems, das im äußeren Gehörgang gemessene Vitalparameter des Patienten aufnimmt, diese mit Hilfe einer Smartphone-App analysiert und individuell bewertet.

»Patienten soll es ermöglicht werden, ihr therapeutisches Training außerhalb der Klinik, jederzeit und an jedem Ort durchführen zu können«, so Andreas Albrecht, Projektleiter am CiS [1]. Der physiologische Zustand des Patienten wird im Verlauf des gesamtes Trainingsprogramms überwacht. Auf diese Weise entsteht ein Regelkreis, in dem der Patient geführt, insbesondere aber sensibilisiert wird und somit aktiv die Therapie steuert.

Ein wesentlicher Baustein der Lösung ist ein für die Photoplethysmographie [2] entwickelter, miniaturisierter Reflexionssensor aus dem CiS. Dieser Sensor ermittelt die optische Dichte des rhyth-misch durchbluteten Gewebes. So lassen sich Rückschlüsse auf die lokale Durchblutung und die Durchblutung regulierenden Systeme ziehen. Dazu zählen vor allem Herzaktivität, Atmung und Thermoregulation, die wiederum unter dem Einfluss des vegetativen Nervensystems stehen.

Zu den Partnern gehören der Lehrstuhl für Medizinische Informationstechnik der RWTH Aachen [3] und das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik Erfurt [4] als technische Forschungseinrichtungen, das Universitätsklinikum Aachen [5] und das Schmerzzentrum Berlin [6] als medizinische Experten, sowie Binder Elektronik Sinsheim [7], G.punkt medical services Magdeburg [8] und TSI-Telematic Solutions International Berlin [9].

Das BMBF [10]-Verbundprojekt läuft vom 01.08.2012 bis zum 31.07.2015.