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Medtec 2018: Eine Messe erfindet sich neu

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Produkthighlights und Neuentwicklungen in Halle 9

Friwo Halle 9/Stand C13

Open-Frame-Stromversorgung mit medizinischer Zulassung

In Stuttgart präsentiert Friwo unter anderem seine Open-Frame-Netzteilserie »Herc«. Die ersten Familien der Produktserie umfassen Ausgangsspannungen von 5 - 48 VDC in den Leistungsklassen 18 W, 30 W und 175 W. Hinsichtlich der Abmessungen von Open-Frame-Stromversorgungen haben sich im Markt Standardmaße von 3 x 2 Zoll; 4 x 2 Zoll sowie 5 x 3 Zoll für die unterschiedlichen Leistungsklassen etabliert, welche auch von der Herc-Serie eingehalten werden. Zu einer kompakten Bauform gehört neben dem Längen- und Breiten- auch das Höhenmaß, welches bei der Serie im Bereich zwischen 1 und 1,3 Zoll liegt. Der Wirkungsgrad der Netzteile liegt laut Hersteller bei 94%. Die Serie erfüllt die Medizinanforderungen der IEC60601-1 und ist weltweit in Höhenlagen von bis zu 5000 m einsetzbar.


Velixx Halle 9/Stand C18

Zuverlässige Diagnose an jedem Ort

Velixx unterstütze die Entwicklung und Industrialisierung eines Voll-Blutschnelltests zur Erkennung von Methanol-Vergiftungen von Orphan Diagnostics. Der MeTOX-Test ist in der Lage Formaldehyd aus einem Tropfen Kapillarblut semi-quantitativ zu bestimmen. Eine zuverlässige Diagnostik ist bis dato relativ aufwändig und steht nur in größeren Laboren zur Verfügung. Doch gerade in Schwellenländern, wo die Vergiftung sehr häufig vorkommt, gibt es nur selten eine ausgeprägte medizinische Infrastruktur. Genau hier setzt die Point-of-Care-Schnelldiagnostik an.


SAB Bröckskes Halle 9/Stand B20

Biokompatible Medizinkabel-Kabel mit UL Zulassung

Im Mittelpunkt von SAB Bröckskes steht die SABmedLine – eine ganze Familie an biokompatiblen Kabelmaterialien, die sich durch hohe Kerb- und Weiterreißfestigkeit auszeichnen. Dabei können Einzeladern, Schnittstellen für Bussysteme (wie CAT5 bis CAT7, RS232, USB, etc,), Netzkabel oder Handgeräteleitungen angeboten werden. Mit der Materialmischung können auf Kundenwunsch Anschlussleitungen für Temperatursensoren konstruiert und hergestellt werden. Spezialisiert auf kundenspezifische und prozessorientierte Anwendungen, kann der Hersteller laut eigener Aussage die Produktion von Spezialleitungen bereits ab 100 m anbieten und dabei die kundenspezifischen Forderungen berücksichtigten.


CAQ AG Halle 9/Stand F10

Modulare Lösungen für das Qualitätsmanagement

Hersteller und Zulieferunternehmen aus der Medizintechnik müssen die hohen Anforderungen der Europäischen Medizinproduktrichtlinie (MDR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) einhalten. Um die damit verbundenen Rahmenbedingungen für die Validierung und das Qualitätsmanagement zu erreichen, setzen zahlreiche Medizintechnik-Unternehmen bereits seit über 30 Jahren auf die Softwarelösungen der CAQ AG Factory Systems. Zu den Messeschwerpunkten gehören unter anderem: Lieferantenmanagement im medizintechnischen Sektor mit SRM.Net, Normenkonformer CAPA-Workflow mit intelligenter Nutzerführung, Risikomanagement nach ISO 14971 mit grafischer Vorher-/Nachher-Matrix sowie Ganzheitliches Dokumentenmanagement in Einklang mit FDA-Vorgaben.


Microdul Halle 9/Stand C29

Ausschalten und Strom sparen

Der MS8890 von Microdul ist ein kapazitiver Sensor und Schalter, der speziell für den Einsatz in Wearables entwickelt wurde. Er erkennt, ob ein elektronisches Gerät getragen wird oder ob es beispielsweise unbenutzt auf einem Tisch liegt. Diese Information kann dazu verwendet werden, Teile der Elektronik stromlos zu schalten und somit Energie zu sparen –  und letztendlich die Batterielebensdauer und den Tragkomfort des elektronischen Geräts zu erhöhen. Der MS8890 ist laut Hersteller vielseitig konfigurierbar und zeichnet durch eine sehr tiefe Stromaufnahme (<750nA) aus. Der Spannungsbereich (1,8 V bis 4,5 V) lässt in den meisten Fällen einen Betrieb direkt ab Batterie zu. Seine beiden Sensorkanäle eignen sich dazu, die Sicherheit der »Human Body Detection« zu erhöhen oder zwei individuelle Sensorfunktionen zu steuern. Die Konfiguration geschieht über ein I2C-Interface. Messbereiche und Schaltschwellen der beiden Sensorkanäle können individuell programmiert werden. Der Sensor braucht keine externen Bauteile und lässt sich einfach in ein elektronisches System integrieren. Wichtige Parameter können in einen nichtflüchtigen Speicher programmiert werden (z.B. Schaltschwellen und Messintervall), was einen autonomen Betrieb ermöglicht.


Ceramtec Halle 9/Stand D18

Schnelle und kosteneffiziente Integration

Ultraschall-Wandler mit hoher Verstärkung und geringen Verlusten sind bei medizintechnischen Geräten gängig; der gezielte Einsatz von Hochleistungsschwingungen ist bei einer Vielzahl verschiedener Anwendungen von Vorteil. Damit lassen sich etwa Werkzeuge wie Skalpelle oder Zahnsteinentferner in hochfrequente Schwingungen versetzen, um die Leistung zu verbessern. Es können damit aber auch Flüssigproben vermischt oder Feststoffe gelöst werden. Bisher haben die Hersteller elektronische Antriebe für Wandler immer selbst entwickelt. Ceramtec sah hier eine Marktlücke und entwickelte ein All-in-One-Gesamtpakt. Durch die Kombination eines hornförmigen Wandlers mit einer separaten elektronischen Steuerungsplatine sorgt dieses für eine Verschlankung des Entwicklungsprozesses für neue Geräte mit entsprechend kürzeren Entwicklungszeiten. Die analoge Elektronikplatine ist für eine Frequenz von ca. 39 kHz ausgelegt, kann aber auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung abgestimmt werden. Um auch Smart-Technologie fähig zu sein, kann eine digitale Kommunikationsplatine für programmierbare Firmware, RS232/RS485- und Bluetooth-Kommunikation, Selbsttests und Leistungsüberwachung eingebaut werden.


Leoni Halle 9/Stand B12

Prototypen und -Kleinserien mit PVC durch Rapid Tooling

Die Business Unit Healthcare von Leoni setzt zur Herstellung von Spritzguss-Prototypen und -Kleinserien auf 3D-gedruckte Formteile aus Acrylharz. Diese sind robust und halten Niedrig- sowie Hochdruck-Spritzguss stand. Damit lassen sich auch aufwendige Geometrien schnell, flexibel und kostengünstig umsetzen. Zunächst wird das Design des Steckers, der Tülle oder der Verzweigung mit Hilfe von 3D-Modellen mit dem Kunden abgestimmt, anschließend wird das Werkzeug konstruiert und das Formeinsatzpaar gedruckt. Durch genormte Abmessungen kann das Unternehmen seine 3D-Werkzeuge laut eigener Aussage problemlos in verschiedene Anlagen einbauen. Der Angusskanal sitzt automatisch an der richtigen Stelle. Bei den mit diesem Verfahren hergestellten Prototypen und Kleinserien erzielte Leoni bisher von allen getesteten Kunststoffen mit Polyvinylchlorid (PVC) die besten Ergebnisse.