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Junge Talente besser fördern: Start-ups in Europa sollen einfacher an Risikokapital kommen

Angesichts mangelnder privater Investitionen sollen Start-ups und kleine Firmen in Europa künftig einfacher an Kapital gelangen. Dazu sollen 410 Mio. € an EU-Geldern als Startsumme zur Verfügung gestellt werden. Vielversprechende Firmen sollen so davon abgehalten werden, etwa in die USA abzuwandern.

Mehr Geld für Start-ups: Die EU will dafür 410 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Bildquelle: © Pixabay

Mehr Geld für Start-ups: Die EU will dafür 410 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Mit dem Geld sollen sechs Investmentfonds ausgestattet werden. Die Brüsseler Behörde rechnet damit, dass durch die öffentliche Beteiligung private Investments attraktiver werden – die sechs Fonds sollen dadurch 2,1 Milliarden Euro mobilisieren. In einem nächsten Schritt sollen kleinere Fonds Gelder von diesen sechs Fonds erhalten und wiederum andere Anleger anlocken. Im Endeffekt erhofft sich die EU-Kommission damit Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro in innovative Start-ups und kleinere Unternehmen. Rund 1500 Firmen – etwa im Bereich der Medizintechnik oder aus dem Digitalsektor – sollen profitieren.

Hintergrund ist, dass private Investoren seit der Finanzkrise 2008 der EU-Kommission zufolge ihre Risikokapitalinvestitionen in Europa deutlich zurückgefahren haben. Start-ups und schnell wachsende Firmen haben es daher schwer, an Finanzierungen zu kommen. Im Jahr 2016 investierten Risikokapitalgeber in der EU etwa 6,5 Milliarden Euro, in den USA waren es hingegen knapp 39,5 Milliarden Euro. In der Folge verlegen Unternehmen ihre Sitze etwa in die USA.

»Europa verfügt über eine Fülle an Talenten, Forschern von Weltrang und kompetenten Unternehmern, aber viele neue Firmen schaffen es nicht, die kritischen ersten Jahre zu überstehen, da sie keine Finanzmittel für die weltweite Expansion auftreiben können«, heißt es bei der Brüsseler Behörde. Durch die Initiative würden Risikokapitalfonds mehr Mittel an die Hand gegeben, sagte die zuständige EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska. »Dies wird es unseren viel versprechenden Start-up-Unternehmen erleichtern, in Europa ansässig zu bleiben und hier [...] zu wachsen.« (me)