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Statement zur Medica 2018: Optimales Zusammenspiel von Mensch und Maschine

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Selbst ist der Patient: E-Akten sind auf dem Vormarsch

Nach Verabschiedung des E-Health-Gesetzes sind in Deutschland zwar Anwendungen einer elektronischen Patientenakte in Verknüpfung mit der elektronischen Gesundheitskarte in Planung, erste von Krankenkassen entwickelte Lösungen elektronischer Gesundheitsakten (eGA) zur Anwendung auf Smartphones oder PC sind aber bereits testweise an den Start gegangen und stehen vor dem Rollout an alle Mitglieder der jeweiligen Versicherungen. Zugleich stehen marktführende Technologie- und Softwarekonzerne aus dem Smartphone-Bereich in den Startlöchern, um die Health-Apps ihrer Betriebssysteme um Gesundheitsakten-Applikationen zu erweitern.

Zur Medica dürfte sich dadurch spannender Diskussionsstoff zu der Frage ergeben, inwiefern sich die Leistungserbringer der Gesundheitsbranche derartigen digitalen Lösungen in Patientenhand öffnen werden. Damit in Zusammenhang stehende Aspekte wie etwa der neue HL7 FHIR-Standard für mobile Kommunikation im Gesundheitswesen oder der Angriff der Plattform-Ökonomie auf Gesundheitsdaten finden demnach inhaltlich Berücksichtigung.

Ebenfalls in aller Munde ist die Künstliche Intelligenz (KI). Schon längst ist diesbezüglich die ursprünglich vermutete Befürchtung widerlegt, Ärzte oder Pfleger würden künftig durch angelernte, automatisiert arbeitende Systeme und Roboter überflüssig. Die Aussteller beweisen mit ihren Innovationen das Gegenteil. Erweiterte Intelligenz bringt die moderne Arbeitsweise demnach besser begrifflich auf den Punkt. Mensch und Maschine arbeiten dabei Hand in Hand im Sinne des Zusammenführens des Besten aus zwei Welten. Beispiele finden sich im Bereich der bildgebenden Diagnostik. Hier sorgt KI dafür, dass der Bestrahlungsbereich im Rahmen von CT-Untersuchungen optimal eingegrenzt werden kann oder Aufnahmedaten aus MRT- oder CT-Systemen voranalysiert werden vor der eigentlichen Befundung durch den Radiologen – gleich ob es sich um Frakturen, Tumoren oder Entzündungsherde handelt. Ähnlich verhält es sich mit der vollautomatisierten Abrechnung von Behandlungsfällen, wodurch menschliche Arbeitskraft sich vor allem auf die Nachverfolgung von Auffälligkeiten und komplexere Fälle konzentrieren kann.

Plattform für kreative Köpfe

Auf gute Resonanz stieß beim Fachpublikum in 2017 die Premiere des Medica Start-up-Parks, weshalb diese neue Plattform für die kreative Startup-Szene fest ins Programm übernommen wird. In Halle können junge Unternehmen ihre Ideen vorrangig für den Bereich Digital Health vorstellen und mit potenziellen Business-Partnern zusammenkommen. Mit dabei sein wird in diesem Jahr zum Beispiel Magnosco aus Berlin. Das Entwickler-Team wird eine Applikation zur Früherkennung von Hautkrebs auf Basis einer Kombination aus Lasertechnologie und Künstlicher Intelligenz präsentieren.

Unter den angemeldeten Teilnehmern des ist auch Nuvoair aus Stockholm. Sie wollen die Präsenz nutzen, um ihr Projekt »Air Smart Spirometer« vorzustellen. Im Vorjahr legten sie dafür die ideale Basis mit einer Beteiligung an der App Competition und einem achtbaren zweiten Platz. Air Smart Spirometer ermöglicht in einer Kombination aus Hardware und App die Analyse der Lungenkapazität als einfache Heimanwendung zum Beispiel für Asthma oder COPD-Patienten.