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Digitalisierung der Notfallmedizin: DIVI veröffentlicht neues Positionspapier

este Voraussetzungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung der Notfallmedizin – dafür setzt sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein. Jetzt hat die Fachgesellschaft ein neues Positionspapier veröffentlicht.

Krankenwagen im Einsatz (Symbolbild) Bildquelle: © Pixabay

Krankenwagen im Einsatz (Symbolbild)

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat zusammen mit der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) sowie dem Verbundforschungsprojekt AKTIN ein neues Positionspapier zur Digitalisierung der Notfallmedizin in Deutschland veröffentlicht. Die Autoren definieren darin fünf Maßnahmen für eine nachhaltige Digitalisierung der Notfallmedizin in Deutschland. »Wir brauchen einen einheitlichen Dokumentationsstandard in der Notfallversorgung«, sagt DIVI-Generalsekretär Professor Felix Walcher.

Aus Sicht der Verfasser sind folgende Maßnahmen Voraussetzung für eine erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung in der Notfallversorgung:

  1. Die Einführung eines verpflichtenden, national einheitlichen Dokumentationsstandards der medizinschen Notfallversorgung
  2. Die Nutzung international etablierter, offener Kommunikationsstandards im gesamten Gesundheitswesen
  3. Die Schaffung einer nationalen Qualitätsstelle für die Notfallversorgung
  4. Die Verstetigung der Infrastruktur des Notaufnahmeregisters für die Versorgungsforschung, Einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung und Gesundheitssurveillance
  5. Die Etablierung geeigneter ärtzlicher Vergütungsstrukturen als Anreiz für die Umsetzung einer einheitlichen Mindestdokumentation

Im Projekt AKTIN (Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin durch Aufbau eines nationalen Notaufnahmeregisters) werden die Grundlagen für ein nationales Notaufnahmeregister erarbeitet. Auf Basis des Notaufnahmeprotokolls der DIVI, einer standardisierten, strukturierten Dokumentation in der Notaufnahme, wird mithilfe des Notaufnahmeregisters eine bundesweit einheitliche standardisierte elektronische Infrastruktur für Qualitätsmanagement in den Notaufnahmen, Surveillance und Versorgungsforschung in der Akutmedizin geschaffen.
Dokumentation der Patientenversorgung an Minimalstandards orientieren

Im aktuellen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss über die Erstfassung zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern wird in §12 gefordert, dass sich die Dokumentation der Patientenversorgung an Minimalstandards orientieren muss. »Dies ist eine gute Chance auf dem Weg zu einer standardisierten Dokumentation und damit Datenbasis, die wir in Deutschland dringend benötige«, so Dr. Dominik Brammen, Leiter der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Versorgungsforschung in der Akut und Notfallmedizin der Universitätsmedizin Magdeburg. Nun sei die Politik gefragt. (me)