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Editorial M+e 6/2018: Stress sei Dank!

Fehlt Ihnen auch der Sommer? Zugegeben, zwischenzeitlich war es doch etwas sehr warm. Aber alles in allem hat er sich in diesem Jahr von seiner besten Seite gezeigt. Und die warme Jahreszeit hat noch mehr Vorteile: weniger E-Mails, kurze Arbeitstage beziehungsweise man kommt öfter pünktlich raus ...

Melanie Ehrhardt, Redakteurin Medizin+elektronik Bildquelle: © Weka

Melanie Ehrhardt, Redakteurin Medizin+elektronik

Fehlt Ihnen auch der Sommer? Zugegeben, zwischenzeitlich war es doch etwas sehr warm. Aber alles in allem hat er sich in diesem Jahr von seiner besten Seite gezeigt. Und die warme Jahreszeit hat noch mehr Vorteile: weniger E-Mails, kurze Arbeitstage beziehungsweise man kommt öfter pünktlich raus und Dienstreisen halten sich auch in Grenzen. Denn bis auf einige Ausnahmen sind die Sommermonate veranstaltungsfrei. Das ist zwar entspannend, aber auch irgendwie langweilig. Nun gut, nach dem Sommer ist vor dem Herbst und der ist traditionell voll mit Messen. Das gilt insbesondere für den November. Den Anfang macht das Messeduo Medica/Compamed in Düsseldorf (S. 42), einen Tag später beginnt dann schon die electronica in München (S. 30). Und wer danach noch Lust auf einen kleinen Abstecher nach Nürnberg hat, für den empfiehlt sich die SPS IPC Drives (S. 6)

Apropos electronica! Mit der eMEC findet dort am 15. November 2018 die erste electronica Medical Electronics Conference statt. Als Mediapartner durfte die Redaktion das  Programm maßgeblich mitgestalten. Das hat natürlich vor allem großen Spaß gemacht, bedeutete aber auch jede Menge Stress, lange Meetings und kurze Nächte inklusive (S. 40). Aber wir wollen an dieser Stelle nicht jammern, denn Stress kann sich – kurzfristig – auch positiv auswirken. Die Hände werden feucht, Sie fangen an zu schwitzen, der Blutdruck steigt, die Aufmerksamkeit ist erhöht. Das typische Stressverhalten, das den Frühmenschen bereit für die Flucht oder den Angriff machte, hilft einem jetzt beim schnelleren Arbeiten. In dieser Akutphase wird die wichtigste Stresshormonachse aktiviert, woraufhin der Körper Energiereserven bereitstellt: Das Immunsystem ist fitter, Hormonkaskaden werden aktiviert, sodass der Blutzucker, Wachstumshormone sowie die Stresshormone Kortisol, Adrenalin und Noradrenalin im Blut ansteigen.

Ab und an ist das gut und hilfreich. Problematisch wird es allerdings, wenn keine ausreichenden Entspannungsphasen eingebaut sind und der Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft ist. Dann wird aus akutem chronischer Stress, der sich wiederum negativ auf den Stoffwechsel und somit auf die Gesundheit auswirkt. Die Symptome reichen dabei von psychischen Problemen wie Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Sodbrennen sowie hoher Blutdruck. In den schlimmsten Fällen kann Dauerstress zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und unter Umständen sogar zu Tumorerkrankungen führen. Die gute Nachricht: Stress beziehungsweise seine Auswirkungen lassen sich mithilfe der Impedanzanalyse messen. Die dafür eingesetzten Chips sind im Idealfall echte Alleskönner (S. 15).

Melanie Ehrhardt

P.S.: Es gibt vor allem eine Sache, die mich persönlich wirklich stresst: Wenn die Technik nicht funktioniert. Das macht mich wahnsinnig. Vor allem dann, wenn ich zur Problemlösung nicht wirklich viel beitragen kann – zum Beispiel bei einem Stromausfall. Allerdings hängen an meinem Job keine Menschenleben und somit ist Abwarten und Tee trinken dann oft die beste Methode, um sich nicht unnötig aufzuregen. Anders verhält es sich im Krankenhaus. Hier kann ein Stromausfall weitreichendere Folgen haben, weswegen insbesondere an die eingesetzten DC-USV-Systeme hohe Ansprüche gestellt werden (S. 20).