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Interview zur T4M: »Persönliches Netzwerken ist wichtiger denn je«

Vom 7. bis 9. Mai 2019 findet erstmals die T4M – Technology for Medical Devices – auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Neben den Produkten steht vor allem das Netzwerken im Fokus. Das soll den Nerv etablierter und junger Unternehmen gleichermaßen treffen. Geht dieses Konzept auf?

Die T4M findet erstamls vom 7. - 9. Mai 2019 in Suttgart statt. Bildquelle: © Messe Stuttgart

Die T4M findet erstamls vom 7. - 9. Mai 2019 in Suttgart statt.

Stuttgart gegen Nürnberg! In der Bundesliga würde dieses Duell wahrscheinlich nur Fans der jeweiligen Mannschaften interes­sieren. Denn aktuell dümpeln beide Vereine auf den hinteren Rängen der Tabelle. Aber zum Glück regiert König Fußball doch nicht die Welt. Denn außerhalb des Stadions liefern sich beide Städte ein wesentlich interessanteres Duell. Dabei geht es weniger um Sport als vielmehr darum, wer sich als Veranstalter für die Medizinmesse im Frühjahr durchsetzt. Als erstes geht die »T4M – Technology for Medical Devices« in Stuttgart ins Rennen. Wir haben mit Projektleiterin Tanja Wendling über das Programm, den Standort Stuttgart sowie über die Rolle von Start-ups und die Medizin der Zukunft gesprochen.

Medizin+elektronik: In etwa sieben Wochen öffnet die T4M erstmals ihre Tore. Ein Blick auf das Programm zeigt, dass Sie vor allem Start-ups eine Bühne ­geben wollen. Bevor wir uns diesem Thema ­jedoch widmen, würde ich Sie bitten – so wie wir das bei unseren Start-ups des Monats immer machen – folgende Frage zu beantworten: Was ist Ihr Elevator-Pitch?

Tanja Wendling: Die T4M ist die neue Fachmesse für Medizintechnik und öffnet vom 7. bis 9. Mai 2019 erstmals ihre Pforten in Stuttgart. Mit ihrer Kombination aus Ausstellung, Foren, Workshops und Networking-Angeboten bietet die T4M der Branche eine vielseitige Plattform, um wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen und zukunftsweisende Impulse zu erhalten.

Und da Sie gerade so drin sind: Was ist Ihr USP? Was unterscheidet die T4M von anderen Medtech-Messen, zum Beispiel der Medica oder der Compamed?

Die Veranstaltung kennzeichnen vor allem vier wesentliche Punkte: 

■ Die T4M ist eine technologieorientiere Zulieferermesse.

■ Sie findet in Baden-Württemberg statt, dem Bundesland mit der höchsten Dichte an Medizintechnikunternehmen.

■ Die Messe Stuttgart hat eine unschlagbare Verkehrsanbindung

■ Das T4M-Team hinterfragt, gemeinsam mit der Branche, bestehende Ansätze und entwickelt strategisch neue Konzepte.

Was werden die Trendthemen und thematischen Schwerpunkte in Stuttgart sein?

Sowohl auf den Bühnen unserer beiden Foren, bei den Keynotes als auch in den verschiedenen Workshops sind die vorherrschenden Trendthemen wie MDR, Smart Production oder Digitalisierung allgegenwärtig. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Fertigungstechnik, Produktionsumfeld und Dienstleistungen sowie auf Komponenten und Werkstoffen.

Auf welche Innovationen dürfen sich die Besucher freuen?

Innovationen sind auf der T4M in vielen Bereichen zu finden. Zum einen werden natürlich die Aussteller ihre Neuentwicklungen an den Ständen präsentieren. Zum anderen bietet die Start-up World mit Ausstellung und Pitching Stage viel Raum für Innovatives. Auch in den Vortragsforen geht es um zukunftsweisende Technologien, so nimmt uns unter anderem Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky in seiner Keynote mit auf eine Zeitreise ins Jahr 2030.

Insbesondere junge und dementsprechend kleinere Unternehmen werden es durch die neue Verordnung schwieriger haben, ihre Produkte in den Markt zu bringen. Dennoch setzen auch Sie als Veranstalter auf die Strahlkraft von Start-ups. Warum?

Innovationen sind bekanntlich Wachstums­treiber – auch in der Medizintechnikbranche. Wir geben Gründern mit der Start-up World die Chance, sich mit Experten zu Markteintritt und Geschäftsaufbau auszutauschen und bieten dem Markt so auch eine optimale Plattform, um passende Projekt- und Geschäftspartner zu finden. Ein Erfahrungsaustausch mit etablierten Unternehmen kann Gründern zudem dabei helfen, Herausforderungen anzunehmen und Hürden zu überwinden.

Oft schmücken sich Messen damit, dass Sie Start-ups eine Bühne gegeben. Vor Ort wird dann das vermeintliche Kräfteverhältnis ins richtige Licht gerückt und die Gründer finden sich meist doch eher abseits von den »etablierten« Unternehmen. Wie wird das in Stuttgart sein?

Für die T4M sind Gründer kein »schmückendes Beiwerk«, sondern die potenziellen Innovationsführer von morgen. Die T4M Start-up World ist deshalb im wörtlichen Sinne das Zentrum unserer Fachmesse für Medizintechnik und wird sich im gesamten Mittelstrang der Messehalle in einem prägnanten Design präsentieren. Der große Ausstellungsbereich mündet am Ende in die Pitching Stage.

Kommen wir aber wieder zum Gesamtprogramm: Wo liegen die besonderen Stärken der T4M?

Die Stärke der T4M liegt in der Vielfalt ihres Programms. Der ebenso spannende wie ausgewogene Mix aus Messe, Workshops, Networking-Angeboten und Foren macht die neue Fachmesse für die Medizintechnikbranche interessant. Einzigartig ist unser »Alles unter einem Dach«-Konzept, das es möglich macht, die vielseitigen Angebote wahrzunehmen, ohne dabei große Laufwege zurücklegen zu müssen.

Welche Aspekte stehen auf der Messe besonders im Fokus? Gibt es hierfür spezielle Foren?

Bei der Ausarbeitung des Programms haben wir sehr darauf geachtet, dass wir neue Impulse schaffen und vielversprechende Geschäftskontakte ermöglichen. So sprechen wir unter anderem gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) als erste Medizintechnikfachmesse die wichtige Zielgruppe der technischen Einkäufer mit einem eigenen Forum an.

Wie präsentieren sich die Aussteller? Stehen vor allem Produktneuheiten oder auch die Kontaktpflege im Fokus?

Persönliches Netzwerken ist im digitalen Zeitalter wichtiger denn je. Darum bieten wir Ausstellern und Besuchern viel Gelegenheit dazu, beispielsweise beim täglichen Xing-Breakfast in unserer VIP-Lounge, auf den Networking-Flächen der Start-up World, in Relax-Zonen in der ­Messehalle oder beim Ausstellerabend.

Aus welchen Abteilungen stammen die Teilnehmer?

Die Teilnehmer der T4M stammen vor allem aus den Bereichen Einkauf, Produktion, Konstruktion, Produktmanagement, Forschung & Entwicklung sowie Business Development.

Wie international ist die Messe? Woher kommen die Teilnehmer?

Der Anteil der ausländischen Aussteller wird bei etwa 35 Prozent liegen. Wir erwarten Unternehmen aus vielen Nationen. Natürlich aus unseren Nachbarländern Frankreich und Schweiz, aber auch aus Irland, Polen, Skandinavien und den USA.

Ich bin ehrlich zu Ihnen: Stuttgart gehört nicht gerade zu meinen Lieblings­städten. Aber vielleicht können Sie mich vom Gegenteil überzeugen. Was spricht für die Stadt als Veranstaltungsort?

Ich bin sicher, Sie werden Stuttgart lieben lernen. Die Stadt steht für den schwä­bischen Erfindergeist und für unermüd­lichen Fleiß. Und sie zählt dank ihrer branchenübergreifenden Innovationskraft zu den bedeutendsten Wirtschaftsstand­orten Europas. Unser hochmodernes Messe­gelände ist in der Branche bekannt und die Aussteller wissen um die sehr gute Infrastruktur mit dem direkt angeschlossenen Flughafen, der nahen Autobahn und den vielen ICE-Verbindungen zum Haupt­bahnhof. Und wenn Sie zu uns von München aus anreisen, lohnt sich fast ein Tagesausflug: Der Flug dauert nur etwa eine Stunde und Sie erreichen das Messegelände vom Flughafen aus in wenigen Gehminuten.

Von Stuttgart aus ist es nicht weit bis in die Schweiz. Die regionale Nähe war aber wahrscheinlich nicht der Grund für die Kooperation mit der Swiss Medtech Expo. Wie kam es dazu?

Deutschland und die Schweiz arbeiten in der Medizintechnik traditionell eng zusammen. Deshalb ist es uns wichtig, dass sich diese Partnerschaft auch in der T4M wiederfindet. Die Kooperation mit der Swiss Medtech Expo und der digitalen Branchenplattform Medtech.plus stellt eine perfekte Ergänzung zur bestehenden Zusammen­arbeit mit dem Verband Swiss Medtech dar und stärkt die Verbindung in die Schweizer Medizintechnikbranche. Mit der Kooperation eröffnen wir den Ausstellern zudem die Möglichkeit, mit wenig Aufwand ihre Messepräsenz im Internet zu verstärken und zusätzliche Leads zu generieren.

Spiegelt sich die Kooperation auch im Programm und bei den Ausstellern weiter?

Das Team der Swiss Medtech Expo hat ­einen eigenen Messestand auf der T4M. Darüber hinaus wird Medtech.plus mit einem Videoproduktions-Team auf der Messe unterwegs sein, Aussteller-Inhalte professionell einfangen und auf der Branchenplattform verbreiten. Das kommt insbesondere Unternehmen ohne große Kapazitäten für Marketing und PR zu Gute.

Vielen Dank für das Gespräch!

Tanja Wendling, Projektleiterin Bildquelle: © Landesmesse Stuttgart

Tanja Wendling, Projektleiterin