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Medizin+elektronik Basics: Endoprothesen: Künstliche Hüftgelenke

Endoprothesen sind Implantate, die dauerhaft im Körper verbleiben und ein geschädigtes Gelenk ganz oder teilweise ersetzen. Das künstliche Hüftgelenk ist eins der bekanntesten Implantate. Diese werden in Schleppfinishanlagen bearbeitet.

Künstliches Hüftgelenk Bildquelle: © OTEC

Künstliches Hüftgelenk

Was sind Endoprothesen?

Endoprothesen sind Implantate, die dauerhaft im Körper verbleiben und ein geschädigtes Gelenk ganz oder teilweise ersetzen. Das künstliche Hüftgelenk ist eins der bekanntesten Implantate. Unter einem künstlichen Hüftgelenk versteht man in der Regel den Ersatz von Hüftkopf und Hüftpfanne. Am Hüftkopf wird auf Oberschenkelseite nach Kopfentfernung ein langer Stiel in den Markraum eingebracht, auf den der künstliche Hüftkopf aufgesetzt wird. Eines der Ziele des künstlichen Hüftgelenks ist eine lange Standzeit zu gewährleisten.

Wie werden sie implantiert?

Für den guten Einbau der Prothese und einer langen Tragedauer gibt es wichtige Faktoren bei der Herstellung, wie das Design, die Verankerung und die Beschaffenheit der Oberfläche. Der künstliche Hüftkopf besteht zum einen aus der Hüftkugel und zum anderen aus dem Hüftschaft.

Hüftschäfte werden auf zwei Arten im Markraum eingebaut. Das ist der zementierte und nicht zementierte Einbau. Ein Hüftschaft, der nicht zementiert wird, ist teilweise beschichtet und wird meist nur an bestimmten Stellen poliert. Durch die Beschichtung wird ein besseres Verwachsen gewährleistet. Bei einem zementierten Hüftschaft wird der gesamte Schaft poliert.

Wie werden sie bearbeitet?

Für die Bearbeitung der Hüftschäfte wird eine Schleppfinishanlage (zum Beispiel OTEC Schleppfinishanlage der Serie DF) verwendet. Neben den Hüftschäften werden auch die Hüftkugeln in der Schleppfinishanlage bearbeitet. Hüftschäfte dürfen bei der Fixierung in der Maschine nicht beschädigt werden, daher sind spezielle Haltervorrichtungen hierfür notwendig. In der Maschine werden die Hüftschäfte daher in diese speziellen Halter eingespannt und in einem Nassbearbeitungsprozess mit einem Schleifmittel bearbeitet. Danach werden die Hüftschäfte mit einem Hartschalengranulat behandelt, um so eine hochglanzpolierte Oberfläche zu erhalten.

Hüftkugeln werden ebenso in einer Schleppfinishanlage bearbeitet. Auch hier wird oft im ersten Schritt ein Schleifmittel im Nassprozess verwendet. Nach dem Schleifen folgt auch hier mittels eines Hartschalengranulats eine Hochglanzpolitur. Zum Einsatz können dabei verschiedene Materialien kommen, zum Beispiel Edelstahl, Titan, Chromkobalt und Keramik.

In der Maschine werden die Hüftgelenksbestandteile in speziellen Haltervorrichtungen eingespannt und mit hoher Geschwindigkeit kreisförmig durch Schleif- und Poliermittel geschleppt. Diese schnellen Bewegungen sorgen dafür, dass ein optimales Bearbeitungsergebnis erzielt wird. Zudem werden Freiflächen gleichmäßig bearbeitet, so wird eine homogene bearbeitete Oberfläche gewährleistet. (me)

Die bearbeitung der Gelenke erfolgt in sogenannten Schleppfinishanlagen. Bildquelle: © OTEC

Die bearbeitung der Gelenke erfolgt in sogenannten Schleppfinishanlagen.