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Versandhandel: Keine Bedrohung für den Apothekenmarkt

Das Internet verändert das Geschäft vieler Branchen. Das sorgt für einige Ängste und hinterlässt Spuren in den Städten. Apotheken spüren diesen Wandel noch nicht. Aber wie lange bleibt das noch so?

 Logo an der Tür einer Apotheke (Symbolbild) Bildquelle: © Uli Deck/dpa

Logo an der Tür einer Apotheke (Symbolbild)

Medikamente kaufen die Deutschen immer noch meist in der Apotheke um die Ecke. Doch auch hier wächst die Online-Konkurrenz: Tabletten oder Salben lassen sich längst bei Amazon oder DocMorris kaufen. Vor allem der Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten über Versandapotheken ist der Apotheker-Lobby ein Dorn im Auge. Da DocMorris und Co. Rabatte gewähren, sieht die Apothekerlobby ABDA in ihnen eine Gefahr für die knapp 19.500 Apotheken in Deutschland. Auch gibt es seit Jahren Streit zwischen DocMorris und den Apotheken um einen Arznei-Automaten in Hüffenhardt (Neckar-Odenwald-Kreis).

Die Apothekervereinigung ABDA fordert ein prinzipielles Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten im Netz. Das lehnte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus europarechtlichen Gründen ab. Er will lediglich gegen die Rabatte von Versandhändlern vorgehen. Bisher ist der Marktanteil von Versandapotheken hierzulande in dem Geschäft aber ohnehin winzig: 2017 wurde nur 1 Prozent des Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Arzneien im Versandhandel erzielt, so die ABDA. Bei rezeptfreien Mitteln lag der Marktanteil bei 17 Prozent. (dpa/me)