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Innovator des Jahres 2019: Innovative Medizintechnik muss auch den Patienten überzeugen

News | Knapp 60 Teilnehmer konnten sich gestern im Seehaus im Englischen Garten (München) über die Innovationskraft der Elektronikbranche überzeugen. In neun Kategorien verliehen die Redaktionen der Medizin+elektronik und Design&Elektronik die Auszeichnung »Innovator des Jahres«.

Innovator des Jahres 2019 Bildquelle: © DESIGN&ELEKTRONIK, inpotron, Rutronik

Aktualisiert: 29. Oktober 2019, 11:19 Uhr

In diesem Jahr fand die Preisverleihung erstmals unter der Federführung des neuen Chefredakteurs, Joachim Kroll, statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch ihn und Verlagsleiter Matthäus Hose sollten auch schnell diejenigen im Mittelpunkt stehen, um die es an diesem Abend ging. Fast 30 Preisträger konnten sich über den Gewinn der Leserwahl zum »Innovator des Jahres 2019« freuen.

Innovatoren des Jahres in der Kategorie Medizintechnik

Neben den klassichen Elektronikrubriken wie Chipfertigung, Systemdesign und Elektromechanik erhielt die Medizintechnik in diesem Jahr zum zweiten Mal ihre eigene Rubrik. Neun innovative Unternehmen und Produkte wurden von der Redaktion der Medizin+elektronik ausgewählt und standen ab Mai zur Leserwahl. Die drei mit den meisten Stimmen nahmen im Seehaus im Englischen Garten (München) ihre Auszeichnung entgegen.

»Wer sich in der Branche auskennt, weiß, dass es Innovationen in der Medizin nicht immer leicht haben«, sagte Melanie Ehrhardt, Redakteurin bei der Medizin+elektronik, gleich zu Beginn ihrer Laudatio. Und dennoch würde die Branche nicht stehen bleiben, »wie Sie heute Abend anhand der Gewinner sehen können«.

Sensoren für die künstliche Beatmung

Dabei zeigte schon der erste Preisträger,  in welch sensiblen Bereichen Innovationen in der Medizintechnik ankommen müssen. Geht es beispielsweise  um Sensoren für Beatmungsgeräte kommt man an Sensirion aus der Schweiz eigentlich nicht vorbei. Stets nah am Patienten gilt es jedoch nicht nur, sichere Produkte anzubieten, sondern auch den Nerv der Zeit zu treffen. Und dieser lautet 2019: personalisierte Medizin. Mit seinem Flüssigkeitsdurchflusssensor LPG10 will Sensirion die damit einhergehenden Herausforderungen annehmen. Den Preis entgegen nahm Hartmut Welte, Area Sales Manager bei Sensirion.

Digitaler OP made in Poing

Der zweite Preisträger des Abends hätte  auch aus der Kategorie stammen können: »Was, die kommen aus Deutschland?« Denn die Geschichte – von der Garage des Elternhauses zum Global Player im Bereich digitaler OP – könnte so auch im Silicon Valley entstanden sein. Ist sie aber nicht, denn Brainlabs Anfänge liegen im Bayrischen Poing. Heute gehört das Unternehmen zu den Marktführern in seinem Bereich und feierte in diesem Jahr seinen 30ten Geburtstag. Sich darauf ausruhen? Nein, bei Brainlab arbeiten sie schon an der nächsten Innovation: Dank AR sollen Chirurgen medizinische Daten in 3D und räumlich visualisieren – über die Grenze des eigenen Krankenhauses hinaus. Den Preis entgegen nahm Thomas Kraft, Vice President Sales bei Brainlab.

Sauerstoffgehalt im Gehirn ohne Blutabnahme messen

Für den letzten Innovator in der Kategorie Medizintechnik ging es dann wieder raus aus dem OP. Bluepoint Medical hat gemeinsam mit Forschern von der Universität Rostock ein Gerät entwickelt, das kontinuierlich die Sauerstoffsättigung im Gehirn des Menschen messen kann. Das Besondere: Das Gerät kann auch mobil benutzt werden, zum Beispiel für die klinische Notfallversorgung. Profitieren sollen davon neben Unfallpatienten, vor allem Menschen nach schweren Operationen. Für sie ist künftig auch eine Überwachung außerhalb des OP-Saals möglich.

Schlagworte: Innovator des Jahres, Medizintechnik

Genannte Firmen: Bluepoint Medical, Brainlab, Sensirion