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In eigener Sache: Bye, bye Medizin+elektronik

Editorial | Als unsere Redakteurin 2017 bei der Medizin+elektronik anfing, war das nicht nur für sie ein wichtiges Jahr. Denn auch anderswo standen Veränderungen an: Aus Capri Sonne wurde Capri Sun. Und 2020 heißt es wieder Abschied nehmen - zumindest von der Medizin+elektronik.

Veränderungen müssen nicht zwangsläugi schlecht sein und manchmal fallen sie sogar kleiner aus als zu nächst befürchtet. Bildquelle: © Weka Fachmedien/C. Haider

Melanie Ehrhardt, Redakteurin: Mag weder Twix noch Capri Sun, freut sich aber auf die neuen spannenden Themen mit der medical design.

Vor etwas mehr als zwei Jahren sahen Sie an dieser Stelle zum ersten Mal mein Gesicht. Da war ich gerade mal zwei Monate Redakteurin für die Medizin+elektronik und konnte es nicht abwarten, dass meine erste  Ausgabe in den Druck geht. 2017 war aber nicht nur für mich ein aufregendes Jahr, sondern für das gesamte Land. Denn ein Aufschrei ging um. Der Grund: Aus Capri Sonne wurde Capri Sun.

Ich muss zugegeben auch ich war damals leicht verwirrt. All die schönen Kindheitserinnerungen standen auf einmal auf der Kippe. Dieser süße und völlig nichts sagende Geschmack. Oder der dünne und viel zu instabile Strohhalm, der zwar nicht durch das dafür vorgesehen Loch passte, aber dennoch auf der anderen Verpackungsseite durchkam. All das war plötzlich wertlos. Denn Capri Sonne gab es nicht mehr und für Capri Sun war ich definitiv zu alt.

Der Mensch neigt ja grundsätzlich dazu, auf Veränderungen erst einmal negativ zu reagieren. Gewohnheitstier eben. Aber mit der Zeit – Sie ahnen es – gewöhnt er sich an die neue Situation. Bestes Beispiel dafür ist der Schokoriegel Twix. Den einige von Ihnen noch unter seinem ursprünglichen Namen Raider kennen. Ich selbst bin nach 1979 geboren und kenne diesen nur aus Erzählungen beziehungsweise aus nostalgischen Marketingaktionen. »Aus Raider wird Twix, … sonst ändert sich nix« hieß es 1991 im pfiffigen Werbeslogan, der den Menschen in Deutschland den neuen Namen schmackhaft machen sollte.

Ja, man muss solche einschneidenden Veränderungen behutsam angehen. Mit Fingerspitzengefühl und so. Pustekuchen! Ich sage es Ihnen so wie es ist: Aus der Medizin+elektronik wird die medical design. Und das ist auch gut so! Doch anders als bei Capri Sun geht es uns nicht darum, globaler und urbaner zu wirken.  Nein, mit der medical design führen wir eine Entwicklung fort, die schon in den letzten Jahren mehr und mehr durchkam.  Denn auch wenn die Elektronik einen großen Anteil an Innovationen in der Medizintechnik hat, sind Sensoren, Leiterplatten und Co. nicht das Ende der Fahnenstange.

Und genau hier setzt unser neues Konzept an: Wir wollen Hightech-Produkte und -Lösungen in der Medizintechnik im Ganzen zeigen; vom Zulieferer über den Systemanbieter bis hin zum Endanwender.  Wir bringen zukünftig entlang der gesamten Wertschöpfungskette das zusammen, was zusammen gehört: Elektronik und Medizintechnik. Das heißt auch, dass wir ab und an unsere Wohlfühlzone verlassen müssen. Sei es nun in Welt der Werkstoffe und Maschinebauer oder in die faszinierenden Kosmen von Kardiologie und Radiologie.

Das hört sich nicht nur spannend an, sondern macht auch schon jetzt verdammt viel Spaß! Ganz nach dem Motto »Zusammen ist man weniger allein« freue ich mich schon darauf, die erste Ausgabe der medical design im Februar 2020 mit Ihnen zu teilen und bin gespannt, welche Geschichten wir zukünftig gemeinsam erzählen. Darauf erstmal ein Twix und zum Runterspülen eine Capri Sun!

Anmerkung: Dieser Beitrag erschien zuerst in der Medizin+elektronik medical design 6/2019.