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μExtension-Modul PSZ-1063: Kontrollierte Freigabe der Ausgangsspannung

Die unterbrechungsfreie Stromversorgung von Embedded-PCs und Gateways wird auch im medizintechnischen Bereich immer wichtiger. Das μExtension-Modul PSZ-1063 von Bicker erweitert die Features der DC-USV-Systeme UPSIC-1205/UPSIC-2403 und der DC/DC-Wandler mit Backup-Funktion DC2412-UPS/DC2412-UPS-LD.

μExtension-Modul für DC-USV UPSIC-2403 / UPSIC-1205 Bildquelle: © Bicker

μExtension-Modul für DC-USV UPSIC-2403 / UPSIC-1205

Das Plug-In-Modul wird im Sandwichverfahren auf das COM-Interface der DC-USV aufgesteckt und über die passenden Zubehör-Interfacekabel (PSZ-1046 bzw. PSZ-1048) mit der RS-232-Schnittstelle des Mainboards verbunden. Zum Schutz vor Spannungsschwankungen, Flicker, Spannungseinbrüchen oder Ausfällen der Versorgungsspannung sind die genannten DC-USV-Systeme mit Ultrakondensatoren (sog. SuperCaps / Superkondensatoren) als Energiespeicher ausgestattet, welche sich durch extrem kurze Ladezeiten, einem weiten Temperaturbereich sowie hoher Strombelastbarkeit und Leistungsdichte auszeichnen. Aufgrund der hohen Zyklenfestigkeit (>500.000 Ladezyklen) weisen derartige DC-USV-Systeme eine besonders lange Lebensdauer auf. Für das versorgte Computersystem bedeutet dies eine Erhöhung der langjährigen Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Minimierung des Wartungsaufwandes.

Data Monitoring in Echtzeit

Die kontinuierliche Betriebsdatenerfassung des μExtension-Moduls PSZ-1063 gestattet nun Data Monitoring in Echtzeit. Hierbei werden die Daten über die I²C-Schnittstelle der DC-USV-Systeme kontinuierlich erfasst und im μExtension-Modul gespeichert. Über die RS232-Schnittstelle des Moduls können die Daten wiederum an den Host weitergeleitet werden, was eine laut Hersteller einfache Implementierung in das Computer-System ermöglicht. Das offene Kommunikationsprotokoll mit umfangreicher Befehlsliste bietet Systementwicklern individuelle Möglichkeiten der Anbindung an das eigene System.

Integrierte Reboot-Funktion

Eine weitere Kernfunktion des Moduls ist die integrierte Reboot-Funktion, welche den automatischen Neustart des Systems aktiviert, sobald nach einem Stromausfall die Eingangsspannung während des bereits eingeleiteten Shut-Down oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederkehrt. Die Startfunktion des Mainboards kann bei anliegender Eingangsspannung direkt über das BIOS aktiviert werden. So können beispielsweise autarke Computersysteme nach einem Stromausfall kontrolliert heruntergefahren und anschließend wieder selbstständig gestartet werden.

Optional kann für die Ausgangs- bzw. Versorgungsfreigabe an das System eine Sicherheitsfunktion des Zusatzmoduls aktiviert werden, die sicherstellt, dass der Ausgang der DC-USV erst freigeschaltet wird, wenn die Superkondensatoren mindestens 90% ihrer Kapazität erreicht haben.

Softwareunabhängiger Betrieb

Die DC-USV kann am Host auch ohne Software betrieben werden. Die Zeitwerte für Power-Fail (PF)- und Shutdown-Timer sind mittels DIP-Switch-Block direkt auf dem μExtension-Modul einstellbar. Das Zusatzmodul generiert das Auslösesignal für den Shut-Down des Systems in dieser Konfiguration über den Power-Button-Anschluss des Mainboards. (me)