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Start-up des Monats: Coolar: Kühlen mit Sonne

Junge Gründer, große Ideen – Start-ups sind auch für die Medizin zu wichtigen Innovatoren geworden. Wir möchten einige dieser Köpfe und ihre Ideen genauer vorstellen. Dieses Mal: Coolar. Das Unternehmen aus Berlin hat einen Kühlschrank entwickelt, der mit Wärme anstatt mit Elektrizität kühlt.

Julia Römer, Gründerin & Lead Technological Developer Bildquelle: © Coolar

Julia Römer, Gründerin & Lead Technological Developer

Wie lautet euer Elevator Pitch?

Wir entwickeln Kühlschränke, die komplett ohne Strom funktionieren und stattdessen nur mit Warmwasser angetrieben werden. Diese sollen Medikamente und Impfstoffe kühlen in entlegenen Regionen, in denen zwar viel Sonnenwärme, aber kein Stromnetz zur Verfügung steht.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

In meinem Studium habe ich die Technologie kennengelernt und war davon fasziniert, mit Wärme zu kühlen. Ich habe dann bei einer Firma gearbeitet, die auf Grundlage dieser Technologie große Kältemaschinen für die Industrie herstellt. Und da kam die Frage auf, warum es das nicht auch in kleinerer Form gibt. So ist die Idee für einen Kühlschrank geboren.

Was war euer größter Erfolg?

Wir waren dieses Jahr einer von drei europäischen Finalisten bei den Cartier Women‘s Initiative Awards – das war für uns ein riesiger Erfolg.

Und der größte Rückschlag?

Am Anfang mussten wir uns erstmal daran gewöhnen, dass vieles länger dauert, als man denkt. Und dieser Lernprozess kann sehr frustrierend sein.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Der Wunsch wäre, dass auch in den entlegensten Ecken Afrikas ein Coolar-Kühlschrank steht und die Menschen vor Ort mit Impfstoffen versorgt.

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

Sicherlich sehr viel vernetzter, digitaler und hoffentlich mit Zugang für alle Menschen auf diesem Planeten.

Fakten zum Start-up:
Anzahl der Kunden: noch nicht am Markt
Gründung: 2016
Mitarbeiter: 6
Finanzierung: gerade in der ersten Finanzierungsrunde

Coolar
coolar.co

Zuerst gesehen: Dieser Beitrag stammt aus der Medizin+elektronik Nr. 5 vom 10. 09.2018 Hier geht’s zur vollständigen Ausgabe.

 

Coolar Bildquelle: © Coolar

Coole Sache: Der Kühlschrank des Unternehmens braucht keinen Strom, sondern erzeugt die Kälte durch Wärme.