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Radiologie: MRT in Nahost

Als eine der ersten radiologischen Einrichtungen in Deutschland hat sich das Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin (ZRN) in Leipzig mit dem Magnetresonanztomographen SIGNA Pioneer von GE Healthcare für die aktuelle Generation eines 3,0-Tesla-MRT entschieden.

SIGNA Pioneer Bildquelle: © GE Healthcare

v.l.: Kerstin Ludwig, Gebietsleiterin Radiologie GE Healthcare, Arne Schmid, Geschäftsführer Bildgebende Systeme GE Healthcare, Dr. med. Susanne Schenk, Fachärztin für Nuklearmedizin, Geschäftsführende Gesellschafterin ZRN Leipzig, und Dr. med. Michael Sickert, Facharzt für Diagnostische Radiologie/Neuroradiologie, Geschäftsführender Gesellschafter ZRN Leipzig

Ein einfaches, schnelles und gleichzeitig komfortables Positionieren der Patienten ist mit Hilfe des neuen Workflow-Pakets »AutoFlow« möglich. Dies beinhaltet diverse Vereinfachungen der Bedienung wie die »1-Touch«-Funktion, mit der die Festlegung des Messfelds erfolgt. Sollte ein Patient während der Untersuchung unruhig werden oder sich bewegen, so kann mittels der »Pause & Resume«-Funktion die Untersuchungssequenz angehalten und an gleicher Stelle später wieder aufgenommen werden.

Scan-Parameter und ganze Untersuchungsprotokolle lassen sich durch einen »intelligenten« automatisierten Workflow (»Auto Protocol Optimization« (APx)) mit nur zwei statt der bisher üblichen bis zu zehn Mausklicks anpassen. Der »SIGNA Pioneer« von GE Healthcare digitalisiert sämtliche 97 Empfangskanäle direkt und unabhängig voneinander.

In der Neurobildgebung spielt die »MAGiC«-Sequenz eine wichtige Rolle. Bei herkömmlichen Verfahren ist eine separate Erfassung jedes einzelnen Kontrasts erforderlich. Mit MAGiC können bis zu acht Kontraste in einer einzigen Aufnahme erzeugt werden.

Auch die Lärmbelästigung während einer Untersuchung nimmt dank »SilentScan« ab. Bei herkömmlichen neurologischen MRT-Aufnahmen entspricht das Geräuschniveau mit über 120 Dezibel (dB(A)) etwa dem eines startenden Düsenjets. Dank SilentScan reduziert es sich auf drei Dezibel über dem Raumgeräuschpegel.

Auch auf diese Weise kann das ZRN Leipzig das Risiko einer schlechteren Bildqualität bei ängstlichen Patienten verringern. Außerdem wurde SilentScan auf weitere Anatomien ausgedehnt, so dass auch Routineuntersuchungen der Gelenke und der Wirbelsäule davon profitieren. Ein weiterer diagnostischer Vorteil der Silent-Sequenzen besteht darin, dass aufgrund einer TE-Zeit von null (»ZeroTE« (ZTE)) Strukturen mit ultrakurzen T2-Zeiten dargestellt werden können. Diese Sequenzen sind somit unempfindlicher gegenüber Suszeptibilitätsartefakten, wodurch beispielsweise auch eine Verbesserung der Knochen- und Lungenbildgebung zu erwarten ist.

Auch MRT-Untersuchungen bei orthopädischen Fragestellungen lassen sich dank SilentScan für den Patienten angenehmer gestalten. Zumindest ein Teil der Untersuchungen kann fast geräuschlos durchgeführt werden. Mit »MAVRIC SL« ist nun auch eine suffiziente Bildgebung von Weichteilstrukturen in der unmittelbaren Umgebung von für MRT zugelassene metallische Implantate möglich. Auch schwierig zu lagernde Patienten, z.B. nach frischem Kniegelenkstrauma oder mit diabetischer Osteoarthropathie, können mit dem SIGNA Pioneer und seinen flexiblen Spulen mit 16 Elementen positioniert und untersucht werden.